Über kognitiv induzierte Verzerrungen bei der stereotypen Urteilsbildung

Der Hochstapler Gert Postel, der mit Postbotenausbildung jahrelang unentdeckt Psychiater spielen konnte, gab einmal gegenüber einem Vorgesetzten an, er hätte eine wissenschaftliche Arbeit über „Über kognitiv induzierte Verzerrungen bei der stereotypen Urteilsbildung“ verfasst. Als er dann aufflog, gestand er ein, dies sei nur eine Aneinanderreihung leerer Worthülsen gewesen.

Bei Betrachtung dessen, was seine „echten“ Kollegen so tag täglich in ihren „Gutachten“ zum besten geben, darf ernsthaft die Frage gestellt werden, ob Postel hier nicht doch genau das in Worte gefasst hat, was anscheinend die Norm im psychiatrischen Milieu ist.

In der alltäglichen Begutachtung durch Psychiater sehen wir nämlich typischerweise stereotype Phrasen wie z.B. „der Patient ist krankheitsuneinsichtig“ oder „der Patient kann keine realistischen Zukunftspläne nennen“. Und die Urteilsbildung dieser Zunft erscheint bei genauerer Betrachtung reichlich verzerrt, d.h. sie verdreht die Realität nach belieben und führt wissenschaftliche Erkenntnisse und Logik ad absurdum. Da soll z.B. das nicht vorhandensein von Symptomen einer psychiatrischen Krankheit „beweisen“, daß der Proband eben genau diese hat. Angeblich sei es ja typisch für „psychisch Kranke“, ihre Symptome zu „dissimulieren“ (also wegzusimulieren). Seltsam, wenn der Proband so gut „dissimuliert“, daß man auch auf dem EEG, dem MRT oder im Blutbild nichts finden kann. Wenn der „Patient“ dann durch Neuroleptika ernsthafte neurologische Störungen, wie z.B. Dyskinesien (Bewegungsstörungen) bekommt, soll das auch als „Beweis“ für „die Krankheit“ gelten. Und wenn diese Symptome durch Gabe eines Gegenmittels wie z.B. Akineton gelindert werden können, soll das der Beweis dafür sein, daß die Neuroleptika nicht daran Schuld waren. Zungenschlundkrämpfe und hohes Fieber kämen angeblich von „Anspannung“. So argumentiert jedenfalls der Psychiater Dr. Johannes Schröder von der Universitätsklinik Heidelberg in einem Gutachten. Daß sich seine Ausführungen den Angaben in der Packungsbeilage der Medikamente und der psychiatrischen Fachliteratur widersprechen, interessiert dabei weder ihn, noch das Gericht. Bleibt die Frage nach dem Motiv.

Psychiater wollen auf Teufel komm raus „beweisen“ daß jemand geisteskrank sei. Wenn derjenige dann die Diagnosen und Behandlungsmethoden in Frage stellt oder es sogar wagt, gegen Psychiater vor Gericht zu ziehen, findet sich schnell ein Kollege, der ein sogenanntes „Kollegenschutzgutachten“ anfertigt. Die Verdrehung der Realität erfolgt also nicht aus mangelnder Intelligenz bzw. Realitätsverlust seitens der Psychiater, sondern ist – wie Postel schon richtig vermutete – kognitiv induziert, d.h. die Verdrehungen erfolgen hier willensgesteuert.

Als Beispiel aus der Praxis folgen nun ein paar Ausschnitte aus der Korrespondenz eines Anwalts mit dem Landgericht Stuttgart, der ein „Gutachten“ eines Psychiaters aus Heidelberg in Frage stellt:

Beschwerde_1

Beschwerde_2

Beschwerde_3

Eine ganz besonders kreative Art der Anamnese schlägt der Toxikologe Dr. med. Dr. med. habil. Max Daunderer vor. In einer Abhandlung namens „Algen Test ein Schizophrenie Test“ empfiehlt er sinngemäß, einem Probanden zur Entgiftung Algen anzubieten. Wenn der Proband so blöde wäre, dem Arzt zu vertrauen, dann sei dies ein Zeichen seiner Denkstörung (Quelle: http://www.toxcenter.de/artikel/Algen-Test-ein-Schizophrenie-Test.php).

Wenn es um bizarre psychologische Theorien geht, muß auch Otto Kernberg – auch bekannt als „das Contergan der Psychoanalyse“ – erwähnt werden. Kernberg, der als Jude gerade noch der Verfolgung durch das NS-Regime entkommen konnte, empfiehlt in einer Abhandlung, wir müssten uns

also mit dem Kommandanten des Konzentrationslagers, mit dem Folterer in der Diktatur, mit dem inzestuösen Vater, mit ­der sadistischen Mutter identifizieren können. Wir müssen so auch die Lust verspüren am Zerstören, die Lust eine Brandbombe zu werfen, die Lust sadistische Aggressionen zu verspüren, denn die Bereitschaft dafür haben wir alle in unserem Unbewußten.

Wie viele seiner Kollegen ist auch Kernberg ein wahrer Meister darin, wenn es darum geht, ein Opfer zum Täter zu machen. Über eine junge Frau, die von ihrem Vater sexuell mißbraucht wurde schreibt er:

Von dem Moment an, als sie sich nicht mehr als Opfer sehen mußte, konnte sie sich auch mit ihrer eigenen sexuellen Erregung in diesem unbewußten und jetzt bewußten Sieg über die ödipale Mutter zurechtfinden und ihre Schuld tolerieren.

Quelle: http://www.oedipus-online.de/Kernberg_PTT.htm

Während seine „echten“ Kollegen mit derartigem Blödsinn in der Regel davonkommen, musste Postel eine Haftstrafe verbüßen. Diese Zeit nutzte Postel, um seine Erlebnisse in seinem Buch Namens „Doktorspiele“ zu verewigen. Sehr aufschlußreich ist auch die Fragerunde, die er im Anschluß an eine Lesung aus seinem Buch gab:

Postel ist aber nicht der einzige, der aus dem Blickwinkel des „professionellen Helfers“ das psychiatrische System in Deutschland erlebt und darüber ein Buch geschrieben hat. Die Diplom Psychologin Eva Schwenk und ihr Kollege waren als Berufsbetreuer im Umfeld der Rheinhessen-Fachklinik Alzey tätig. Während dieser Zeit dokumentierten sie insgesamt 26 Fälle von Menschenrechtsverletzungen. Willkürliche Diagnostik und Schikanan waren dort an der Tagesordnung. Die zuständigen Aufsichtsbehörden wurden von Schwenk und ihrem Kollegen informiert, blieben aber untätig. Als Dank für ihre Zivilcourage wurden die beiden aus ihrem Beruf gemobbt. Nestbeschmutzer will man offensichtlich so mundtod machen.

Ab und zu nehmen sich auch die Mainstream-Massenmedien diesem leidigen Thema an. So sendete beispielspeise die ARD in ihrer Sendereihe „Ratgeber Recht“ folgenden Beitrag mit zahlreichen Fallbeispielen:

Auch der Fall des münchener Kunsthändlers Eberhard Herrmann, dem der Psychiater Hans-Jürgen Möller per fremdanamnetischer Ferndiagnose eine Geisteskrank diagnostizierte, ging durch die Gazetten und hat es schließlich auch in das ZDF geschafft:

Wie psychiatrische Diagnosen dazu benutzt werden können, um unbequeme Zeitgenossen kaltzustellen, musste auch der ehemalige Steuerfahnder Schmenger erfahren. Er und seine Kollegen hatten erfolgreich gegen frankfurter Großbanken wegen Steuerhinterziehung ermittelt. Um ihn kaltzustellen, verpasste man ihm und seinen Kollegen kurzerhand die Diagnose „querulatorische Störung“.

Mehr Informationen zum Thema unter:
http://www.gert-postel.de/
http://www.psychiatrieopfer.de/

Über igelin

Das Foto ist nicht die Wordpress Blog-Schreiberin, sondern ihr gefolterter, misshandelter, vergifteter, verleumdeter und mit 28 Jahren in der psychiatrischer Forensik Mühlhausen / Thüringen am 27.02.2011 ermordeter Sohn Holger Zierd. Ein hochintelligenter junger Mann auf der Suche nach seinem Selbst. Beruf: Forstwirt, Verantwortlich für die Inhalte dieser Blogs: https://igelin.wordpress.com http://igelin.blog.de Einträge werden geschrieben und/oder ausgewählt von Rosel Zierd, Mutter des in der Forensik Mühlhausen / Thüringen Gefolterten, bei der Zwangsmedikatierung Schulterknochen gesplittert, trotzdem weiter gespritzt bis zum Tod. Verhungert, abgemagert bis auf Haut und Knochen, vergiftet in jeder Körperzelle - am 27.2.2011 ermordeten Gefangenen und Patienten Holger Zierd. Das Ökumensiche Hainich Klinikum ist Eigentum der christlichen evangelischen und katholischen Kirche . Holger fand nirgends Gehör - die ärztlichen ökonomischen Gesichtspunkte sind wichtiger als Gesetze und Menschenrecht oder Menschenwürde. Ich habe meinen Sohn an seinem 29. Geburtstag beerdigt. In die Psychiatrie wurde er eingeliefert ohne einem Menschen Schaden angetan zu haben und ohne einem Menschen auch nur ein böses Wort gesagt zu haben. Verurteilt von Psychiatern seit er die Schwelle der Psychiatrischen Klinik überschritten hatte. Da die Staatsanwaltschaft Thüringens die Ermittlung sowohl wegen Körperverletzung als auch wegen Mord und Beihilfe zum Mord nicht durchführt weil die Täter zuvor eine psychiatrische Diagnose erfunden haben, schreibe ich hier im Internet die Anklage gegen die Täter und hoffe, dass ich anderen Menschen Informationen vermitteln kann, die wir erst in 6 Jahren suchen und finden mussten. Möge Gott uns helfen. Mit der Angabe meiner vollständigen Adresse erkläre ich mich voll verantwortlich für die von mir geschriebenen und veröffentlichten Erfahrungen und Meinungen - sowie Erkenntnisse und für die Auswahl der Links und kopierten Artikel. Rosel Zierd (Mutter von Holger Zierd) Sorghofstraße 10 36433 Bad Salzungen Telefon: 03695 - 66 54 17 Handy. 0176 - 64 19 02 72 Internet: http://kabale.se Email: info@kabale.se Ich hoffe, dass meine Einträge für die Täter und Nicht-Denker unbequem sind und sie mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind. Für den Fall, dass diese mir meinen Sohn lebendig und gesund und munter zurück geben, wie er vor der psychiatrischen Misshandlung gewesen ist, dann werde ich meine Meinung revidieren und meine Veröffentlichungen löschen.
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3 Antworten zu Über kognitiv induzierte Verzerrungen bei der stereotypen Urteilsbildung

  1. Peer Spektive schreibt:

    Diue erfahrungsbedingte Verzerrund von Klischees. Das ist doch gar nicht so sinnlos 🙂

  2. Anonymous schreibt:

    Gert Postel hat es auf den Punkt gebracht:
    „Psychiatrie ist eine menschenverachtende Maßnahme.“
    „Psychiatrie kann auch jede dressierte Ziege, das ist keine Leistung. So seine Worte im Video.
    Dem kann ich nur Zustimmen. Krankheiten erfinden kann doch heute fast jeder. Man muß es sich mal auf der Zunge zergehen lassen, womit die Psychiater ihr Geld verdienen und wer noch alles daran verdient. Die Aussagen von Gert Postel hätten einen Preis verdient. Er hat erkannt, was hier in den Kliniken wirklich läuft. Hut ab für seinen Mut. Und Hut ab vor Igelin und ihren Beiträgen zu Psychiatrien.

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