Erfahrungsaustausch

Patient: 3271412 – Erfahrungsbericht aus der Psychiatrie

16. August 2010 von Gesundheitsapostel | 8 Kommentare

Patient 3271412
(Stationäre Behandlung vom 07.05.2003 – 16.08.2003)

Ökumenisches Hainichklinikum GmbH
Fachkrankenhaus für Neurologie, Kinder- und
Jugendpsychatrie, Psychiatrie und Psychotherapie
Pfafferode 102, D-99974 Mühlhausen

Ein Erfahrungsbericht aus der Psychatrie

Eines schönen Abends des besagten Jahres saß ich (25), Patient 3271412, mit Bekannten in einer geselligen Runde, wir aßen Haschischkekse, tranken Caipirinha und nahmen dazu noch Betäubungsmittel. Nach einiger Zeit wirkte dann so manches und ich rauchte noch einen Eimer. Innerhalb von zwei Minuten machte es Peng und ich kippte um. Wieder aufgewacht, machte ich mich auf den Heimweg. Als ich am darauffolgenden Morgen erwachte, merkte ich, dass es mir gar nicht gut ging ‒ ich konnte nicht mehr unter die Menschen. Ich bekam Panik und Angstattacken auf offener Strasse und konnte mich nicht mehr in geschlossenen Räumen aufhalten. Da ich damals keinen Kontakt zu meiner Familie hatte, ging ich ‒ völlig neben mir stehend ‒ zu einem „Arzt des Vertrauens“, dem ich den Fall und mein Befinden schilderte.

Er gab mir eine Überweisung ins Städtische Krankenhaus.

Im Zimmer angekommen, wurde mir gleich Blut abgenommen. Am nächsten Morgen kam der Befund ‒ sie konnten mir nicht helfen.

Stattdessen rieten sie mir, mich ins Ökumenische Hainichklinikum „einweisen“ zu lassen. (Sie meinten, dass ich da besser aufgehoben wäre und sie mir dort helfen könnten.)

Ein Rettungswagen fuhr mich dann zu der besagten Adresse. Da angekommen, wurden meine Personalien aufgenommen und ich wurde ins Haus 1 (Sammelstelle und Beobachtungsstation) „übergeben“. Mir wurde dort das Handy und meine persönlichen Sachen abgenommen. Mein erster Gedanke war: Hier komme ich nie wieder raus, jetzt bin ich in der Klapsmühle…

Man brachte mich in einen Saal, wo noch andere „untergebracht“ waren (ca. 20 Personen) ‒ ich bekam ein Bett zugewiesen. Mir wurde auch gleich Blut abgenommen und ich wurde mit den Regeln des Hauses vertraut gemacht. Ich durfte in der ersten Zeit kein Fernsehen schauen, durfte nicht nach draußen telefonieren und musste im Haus bleiben. Na gut, ich durfte wenigstens in den Garten gehen, um den ein Zaun war, damit man nicht fliehen konnte. Mein Gefühl bestätigte sich erneut: hier komm ich nicht mehr weg… Mir wurde jeden zweiten Tag Blut entnommen und ich hatte jeden Tag Gespräche mit einem Psychologen. Die waren noch harmlos.

Aber das sollte sich bald ändern…

Nach ca. vier Wochen war mein Blut frei vom THC und Betäubungsmitteln (sagte man mir) und es ging dann los mir der Psychopharmaka. Ich bekam Cipramil, eine Tablette enthielt 20mg. Davon drei Stück am Tag, morgens, mittags und abends. Die Nebenwirkungen waren erheblich, vor allem am Anfang, Übelkeit mit Erbrechen, Schwindelanfälle und massives Herzrasen.

Nach eineinhalb Wochen legte sich das wieder und die Psychotherapie ging dann erst richtig los.

Neben intensiven Gesprächen mit dem Psychologen, die bis in meine Kindheit zurück gingen ‒ solange, bis ich abends da saß und unaufhörlich weinte ‒ folgten noch Beschäftigungs-und Bewegungstherapien, Eigenanalyse, Selbstsicherheit, Kommunikationsübungen, Erziehersätze…

Wir bekamen Textblätter… Auszug eines Textes ‒ ich zitiere:

„Die verinnerlichten Sätze unserer Erzieher geben uns ein Gerüst für unsere Lebensgestaltung als Erwachsene. Manche Sätze erleben wir als unterstützend und hilfreich, selbst dann, wenn sie zunächst vielleicht als Kritik erlebt wurden. Andere Erziehersätze erleben wir als belastend und hinderlich. Bitte kreuzen Sie die Sätze an, die Sie früher aus dem Mund Ihrer Erzieher gehört haben.“

Es waren 70 Sätze, die aufgeführt waren, wie z.B.: „Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, wird gemacht, was ich sage!“, oder: „Was gibt es bei dir schon zu loben?!“, „Sei still, sonst tut mein Herz weh!“, und so weiter… es gab auch liebe Sätze wie z.B.: „Ich kann dich gut verstehen!“, oder: „Wir gehören zusammen!“

Damit haben SIE mich weich gemacht und es zehrte an meinen Kräften.

Ich lernte Patienten kennen, die das Borderline-Syndrom hatten, und die waren richtig gesteuert und voll gepumpt mit Tabletten. Ein Mädel, mit der ich bis vor einiger Zeit noch Kontakt hatte, hat das Borderline-Syndrom und verletzte sich selber, indem sich sich geritzt hat und ihren Köprer mit Heißkleber verunstaltet hat. Ich kann sie seit einiger Zeit nicht erreichen und sie meldet sich nicht mehr. Sie war in einem Heim für betreutes Wohnen, ich rief da schon mehrmals an, um mich nach ihr zu erkundigen. Aber mir wurde keine Auskunft oder Besuch gewährt!

Ein anderer, der damals mit auf meiner Station war, hatte mal zu einer Schwester gesagt, er spiele mit Selbstmordabsichten. Er bekam sofort Zoloft. Es dauerte nich lange und er wurde in einen geschlossenen Trakt gebracht, wo er unter ständiger Beobachtung stand. Er „wohnte“ da in einem Glaskasten, im wahrsten Sinne des Wortes! Habe nie wieder etwas von ihm gehört….

Nach zwei Monaten durfte ich wieder mit der Außenwelt Kontakt aufnehmen und Besuch empfangen. Nach zweieinhalb Monaten durfte ich dann jedes Wochenende wieder nach Hause ‒ mit meiner Ration an Tabletten, um mich langsam wieder einzuleben. Mein Aufenthalt dauerte ganze dreieinhalb Monate, eh ich „therapiert“ war und wieder heim durfte. Es gab Fälle von Suizid, hab ich im Nachhinein erfahren. Ich wünsche es niemandem, so etwas zu erleben…

Mit freundlichen Grüßen,
Patient 3271412

Kontrolle im Maßregelvollzug

Das Ökumenische Hainichklinikum im thüringischen Mühlhausen beherbergt rund 75 Patienten im Maßregelvollzug. Eine Zutrittskontroll- und Kommunikationslösung trägt zu ihrer und der Mitarbeitersicherheit bei.

Im Jahr 1912 wurde die Landesheilanstalt Ökumenisches Hainichklinikum in Mühlhausen eröffnet. Heute ist es in Thüringen das größte Fachkrankenhaus für Neurologie, Psychiatrie sowie Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ein Team von 486 Mitarbeitern kümmert sich um die Patienten.

Unterstützt wird es dabei von einer Schneider-Intercom-Anlage für die Zutrittskontrolle, den Aufzugnotruf und die Kommunikation sowie Kontrolle im Maßregelvollzug.

Derzeit werden jährlich 6000 Patienten akut behandelt, etwa 90 Bewohner haben im Klinikum ihre zweite Heimat gefunden. 75 Patienten sind gerichtlich zur Behandlung eingewiesen worden, werden also im Rahmen des Maßregelvollzugs stationär behandelt.

Um optimale Behandlungsmöglichkeiten für genau diese Patienten und höchstmögliche Sicherheit für die Bevölkerung im Umfeld des Klinikums zu ermöglichen, wurde im Jahr 2002 der Neubau der forensischen Psychiatrie beschlossen. Die Fertigstellung erfolgte Ende 2007.

Das an diesem Projekt beteiligte Ingenieurbüro Döring und Partner aus Kassel holte Schneider Intercom mit ins Boot. Gefragt war ein Spezialist für die Planung und Realisierung eines ausgeklügelten Sicherheits- und Kommunikationssystems für das Gebäude mit drei Etagen, den Innenhof, die Dachterrasse, Fahrzeug- sowie Besucher- und Mitarbeiterschleuse.

Das System von Schneider Intercom arbeitet mit vier digitalen Kommunikationsservern vom Typ GE 700. Sie bilden die Basis für eine umfassende, vernetzte und digitale Kommunikationslösung. Diese beinhaltet ein Video-, alle Arten von Melde- und Visualisierungssystemen und eine drahtlose Personen-Notsignal-Anlage. Mehrere räumlich getrennte Systeme sind also über Schnittstellen miteinander vernetzt, damit so das Zusammenwirken unterschiedlicher sicherheitstechnischer Subsysteme gewährleistet ist.

128 Teilnehmer sind über die Server miteinander vernetzt. Auch das Aufzugnotrufsystem der drei Aufzüge im Haus ist in die Intercom-Lösung integriert.

Eines der wichtigsten Subsysteme für diesen Bereich ist die Personen-Notrufanlage über Funktelefone. Sie sorgt für die Sicherheit des Wachpersonals.

Über die Funktelefone kann im System nachvollzogen werden, wo sich die einzelnen Mitarbeiter des Wachpersonals gerade befinden. Bewegt sich ein Mitarbeiter längere Zeit nicht, wird automatisch ein Notruf an eine der Leitstellen im Klinikum ausgelöst. Das ist auch einer der Gründe dafür, dass die Türstationen zur Türöffnung und Steuerung der Schleusenverriegelung auch mit Kameras ausgestattet sind.

An den Leitstellen erfolgt eine Türzustandsanzeige und über eine zentrale Kreuzschiene werden zudem Bilder aufgeschaltet. Sie finden sich in den Diensträumen des Pflegepersonals und an der Pforte. Hier sind zusätzlich noch fünf Schaltersprechlösungen installiert, die Sicherheit im Notfall garantieren.

Ebenso lückenlos ausgestattet sind auch die 30 Patientenzimmer. Sie fungieren bei Bedarf als Kriseninterventionszimmer, auch „Time-out-Räume“ genannt. Das heißt, die Räume müssen auch für Patienten in einem psychologischen Ausnahmezustand geeignet sein.

Um dann eine Kommunikation zum Patienten und zur Stationsabfrage zu ermöglichen, ist jedem Zimmer eine Schleusensprechstelle mit zwei Ruftasten zugeordnet. Speziell für diese Bereiche konzipiert, kommen hier EF-031-Zellenterminals zum Einsatz. Diese Terminals garantieren höchstes Sicherheitsniveau ‒ zum einen durch die Oberflächensensorik, die das Personal bei einem Aufenthalt in der Zelle schützt. So genügt in kritischen Situationen eine Berührung der Frontplatte, um den Alarm auszulösen.

Musik zur Beruhigung

Die Lautsprecher-Mikrofon-Überwachung mittels Pilotton und programmierbarer Leitungsüberwachung stellt die Funktionsfähigkeit der Zellenterminals sicher. Darüber hinaus sind eine vandalensichere Dreikammerleuchte und ein Schlüsselschalter zur Anwesenheitsschaltung integriert. Wenn ein Patient in eine Stresssituation gerät, kann über die Sprechstellen vom Dienstplatz aus manuell Beruhigungsmusik in die Patientenzimmer eingespielt werden.

[Quelle: wearechangeaustria]
Ein Beitrag in der ARD-Sendung “Ratgeber Recht” zum Thema Psychiatrie.

Es wird anhand von Fallbeispielen gezeigt, wie leicht man in die Fänge der Psychiatrie geraten kann.

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=j-lcg0PYsPo
Quelle: youtube.com/user/Gedankenverbrecher84

Mehr zum Thema unter:

* psychiatrieopfer.de
* psychiatrieerfahrene.de
* die-bpe.de
* freedom-of-thought.de
* psychiatrierecht.de
* antipsychiatrie.de
* antipsychiatrieverlag.de
* iaapa.ch
* szasz.com
* breggin.com
* wildestcolts.com

Das Rosenhan-Experiment

Psychologe David Rosenhan führte von 1968-1972 ein dramatisches Experiment durch. Er versammelte 8 geistig gesunde und stabile Menschen (inklusive sich selbst), die in Ihrem Leben nie große Probleme mit ihrer Psyche hatten.

Jede Person wurde in eine andere psychiatrische Anstalt in verschiedenen US-Bundesstaaten geschickt. Zu einem vereinbarten Zeitpunkt sollten sich alle in der jeweiligen Anstalt “vorstellen” und dem diensthabenden Psychiater erzählen, dass sie eine Stimme in ihrem Kopf hören, die “Thud” sagt. Das war die einzige Lüge, die die Probanden erzählten, ansonsten verhielten sie sich völlig normal.

David Rosenhan im Interview:

ALLE Probanden wurden als geisteskrank diagnostiziert und eingewiesen. […] Da war keiner dabei, den man als geisteskrank bezeichnen könnte. Aber ich habe zu Freunden und meiner Familie gesagt, ich bleib da für ein paar Tage und geh wieder raus, das ist alles. Niemand konnte ahnen, dass ich dort zwei Monate lang bleiben würde!

Die Probanden mussten feststellen, dass sie die Ärzte nicht davon überzeugen konnten, “normal” zu sein. Der einzige Ausweg war, seine Geisteskrankheit zuzugeben und dann “Heilung” vorzutäuschen.

Dieses erste Experiment war schon ein Disaster für die Psychiatrie, doch der zweite Teil ist das “Sahnehäubchen”:

Rosenhan traf eine Vereinbarung mit einer anderen Anstalt, dessen Ärzteteam von den Ergebnissen des ersten Experiments gehört hatte und behauptete, so etwas könnte ihnen niemals passieren. Rosenhan sagte, er würde ihnen innerhalb der nächsten drei Monate einen oder mehrere Pseudo-Patienten schicken. Von 193 Patienten wurden daraufhin 41 als “Schauspieler” entlarvt, weitere 42 wurden verdächtigt.

Was die Ärzte jedoch nicht wussten:
Rosenhan schickte KEINEN EINZIGEN Scheinpatienten – alle 83, die der Lüge bezichtigt wurden, waren also echt.

Die Ergebnisse des Rosenhan- oder “Thud”-Experiments, die 1973 von David Rosenhan unter dem Titel “On Being Sane in Insane Places” (“Gesund in kranker Umgebung”) im amerikanischen Wissenschaftsmagazin “Science” veröffentlicht wurden, waren verheerend für die Psychiatrie und zerstörten die Illusion, dass es sich hierbei um eine elitäre und allwissende Wissenschaft handelt. Leider geriet dieses Experiment anscheinend in Vergessenheit, denn schließlich arbeitet man gerade am “DSM” Nummer Fünf…

By now your name and particulars have been fed into every laptop, desktop, mainframe and supermarket scanner that collectively make up the global information conspiracy, otherwise known as “The Beast”. – Dale Gribble

[Quelle: wearechangeaustria / morxn.blogspot.com]

PatVerfü® – Geisteskrank? Ihre eigene Entscheidung!

Kann der Zwangspsychiatrie ein Riegel vorgeschoben werden?

http://www.PatVerfü.de

Berlin, 18.6.2009
Nach jahrelanger Diskussion ist heute endlich das neue Gesetz zur rechtlichen Regelung von Patientenverfügungen verabschiedet worden.
Der Gesetzgeber hat sich deutlich und parteiübergreifend darauf geeinigt, dem Patientenwillen und damit der Selbstbestimmung in jeder Lebenslage und entgegen jedem ärztlichen und staatlichen Paternalismus unabhängig von Art und Stadium einer Erkrankung Geltung zu verschaffen.

Die Zeiten, als andere – Ärzte und Richter – definierten, was das angeblich „objektive“ Wohl eines Menschen sei und was zu diesem angeblich „objektiven“ Wohle eines Menschen gegen dessen erklärten Willen zu unternehmen oder zu unterlassen sei, gehören endlich der Vergangenheit an! Das wird weitreichende Wirkungen bei gerichtlich angeordneten Entmündigungen haben: Erstmals besteht die Chance, dass in Vormundschaften nicht mehr gegen die Wünsche und Vorstellungen der Entmündigten gehandelt werden darf und sich damit eine Entmündigung tatsächlich in eine Betreuung wandelt, die treu zum Betreuten ist.

Der Patientenwille ist jetzt, wie vom Grundgesetz der BRD und nach der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ ohnehin schon seit über 60 Jahren versprochen, als rechtsverbindlich in medizinischen Entscheidungen zu betrachten.
Jede „medizinische“ Behandlung gegen den schriftlich erklärten und aktuellen Willen eines „Patienten“ wird damit zur Körperverletzung und jede erzwungene Unterbringung zur Freiheitsberaubung.

Aus diesem Anlaß möchten wir unser besonderes Formular einer Patientenverfügung, die PatVerfü® mit eingebauter Vorsorgevollmacht, bekannt machen, mit dem jeder folterartige Eingriff in den Körper durch unerwünschte psychiatrische „Behandlung“ und jede Freiheitsberaubung aufgrund einer verleumderischen pseudomedizinischen psychiatrischen Diagnose rechtsverbindlich ausgeschlossen wird.

Die herausgebenden Verbände haben sich zusammengetan, um diesem Versprechen des Parlamentes, mit welchem es die Gültigkeit der Grund-, Bürger- und Menschenrechte für Jede/n, auch für psychiatrisch Verleumdete, zu verwirklichen verspricht, nun auch vor der Judikative zur Durchsetzung zu verhelfen.
Indem diejenigen Personen mit PatVerfü®, die zwangsuntergebracht und zwangsbehandelt werden, beziehungsweise, denen psychiatrische Zwangsunterbringung und Zwangsbehandlung drohen, unterstützt und ermutigt werden, vor allen gerichtlichen Instanzen der BRD Präzedenzfälle zu schaffen, wollen wir die PatVerfü® „gerichtsfest“ machen. Damit sollen in Zukunft alle Richter dazu gebracht werden, sich an dieses neue Gesetz zu halten, den Patientenwillen uneingeschränkt zu akzeptieren und diesen mit ihren Entscheidungen durchzusetzen.

Die von uns vorgeschlagene Form der Patientenverfügung untersagt von vornherein alle psychiatrischen Diagnosen. An die Existenz der damit bezeichneten „Krankheiten“ glauben wir ohnehin nicht, da es für sie keinerlei objektive Kriterien gibt. Die PatVerfü® sichert somit die Selbstbestimmung der Person dagegen, dass Psychiater versuchen, ihr ihren „freien Willen“ abzusprechen, indem sie behaupten, es mangele ihr „krankheitsbedingt“ an der „Einsichtsfähigkeit oder an der Fähigkeit nach dieser Einsicht zu handeln“ (Bundestagsdrucksache 15/2494: S.28).

Die konsequente Umsetzung dieses Gesetzes bedeutet das Ende der Zwangspsychiatrie, wie wir sie kennen.

Eine Unlogik besteht jedoch weiterhin darin, dass der psychiatrische Eingriff in den Körper gegen den erklärten Willen eben nur durch eine PatVerfü® abgewehrt werden kann und nicht umgekehrt von vornherein ausgeschlossen ist.
Eigentlich dürfte u m g e k e h r t jede psychiatrische wie medizinische Behandlung nur mit „informed consent“ vorgenommen werden, also wenn nach vorausgegangener ausführlicher Beratung über die Vor- und Nachteile einer solchen explizit z u g e s t i m m t wird.

Somit ist mit Inkrafttreten des Gesetzes leider nur für diejenigen eine vorab verfügte rechtsverbindliche Ablehnung psychiatrischer Zwangsmaßnahmen möglich, die darüber informiert sind, dass es mit Hilfe der PatVerfü® ein „Schlupfloch aus der Zwangspsychiatrie“ gibt.
Das ist uns Anlaß mit einer breiten Informationskampagne die PatVerfü® bekannt zu machen, so dass sich mit der zunehmenden Nutzung das Schlupfloch zu einem „Tor aus der Zwangspsychiatrie heraus“ erweitert.

Unter der Internetadresse http://www.PatVerfü.de werden ab heute Informationen zur PatVerfü® und das entsprechende Formular zum freien und kostenlosen Download für nichtkommerzielle Nutzer bereitgestellt.

Alltag in der Psychiatrie

Ein Dokumentarfilm, der völlig unverblühmt die menschenverachtenden, willkürlichen Methoden der Zwangspsychiatrie zeigt.

Teil 1:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=xd5b-ZP2QyQ

Teil 2:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=hsLOntRIfPw

Teil 3:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=CkUqozVPV90

Teil 4:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=eNdvKEtqrvg

Teil 5:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=fhyyIU2HxV8

Teil 6:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=cMZeZnAhxEE

Teil 7:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=awj0JFU1iBc

Teil 8:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=HmhX1MVeLU8

Teil 9:

Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=pF-bmFacYj0

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« Aus dem Bauch der Bestie: Artikel eines Gesundheitspolitik – Insiders

Heilkräuter-Wanderung mit einer Heilpraktikerin »
Info zum Beitrag

geschrieben am Monday, den 16. August 2010 um 16:17 Uhr

Kategorien: Gesundheitssystem, Medikamente, Psyche, Psychiatrie, Psychopharmaka

Tags: Psyche, Psychiater, Psychiatrie, Psychopharmaka, Zwangseinweisung, Zwangspsychiatriesierung

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8 Kommentare

1.
1. Hans Weber via Facebook

Kommentar vom 16. August 2010 um 18:20

Zumindest im geschilderten Fall katastrophal – mir ist es mal ähnlich ergangen, ich mußte daher selbst und ohne Medikamente aus meiner tiefen Depression herausfinden, .mit Erfolg, bin seit 2007 gut drauf und ohne rückfall
2.
2. Armin Götz via Facebook

Kommentar vom 16. August 2010 um 19:05

unglaublich menschenverachtende Praxis unter dem Deckmattel der Therapie
3.
3. vido

Kommentar vom 16. August 2010 um 21:37

… da fällt mir ein, ich wollte euch ja auch mal was schreiben über Zyprexa und die privatisierte Klinik für “Neurologie und Psychiatrie” in Hildburghausen in Thüringen.
Leider ist es so: meine Akte liegt noch beim Anwalt, ich habe nicht das Geld um sie einzusehen.
Ich kann nur soviel sagen, nach 3 Jahren ohne Zwangsbehandlung und Medikamente kann ich wieder schwer körperlich arbeiten und kreativ denken.
Grüße.

Über igelin

Das Foto ist nicht die Wordpress Blog-Schreiberin, sondern ihr gefolterter, misshandelter, vergifteter, verleumdeter und mit 28 Jahren in der psychiatrischer Forensik Mühlhausen / Thüringen am 27.02.2011 ermordeter Sohn Holger Zierd. Ein hochintelligenter junger Mann auf der Suche nach seinem Selbst. Beruf: Forstwirt, Verantwortlich für die Inhalte dieser Blogs: https://igelin.wordpress.com https://gesundbleibenblog.wordpress.com/ Einträge werden geschrieben und/oder ausgewählt von Rosel Zierd, Mutter des in der Forensik Mühlhausen / Thüringen Gefolterten, bei der Zwangsmedikatierung Schulterknochen gesplittert, trotzdem weiter gespritzt bis zum Tod. Verhungert, abgemagert bis auf Haut und Knochen, vergiftet in jeder Körperzelle - am 27.2.2011 ermordeten Gefangenen und Patienten Holger Zierd. Das Ökumensiche Hainich Klinikum ist Eigentum der christlichen evangelischen und katholischen Kirche . Holger fand nirgends Gehör - die ärztlichen ökonomischen Gesichtspunkte sind wichtiger als Gesetze und Menschenrecht oder Menschenwürde. Ich habe meinen Sohn an seinem 29. Geburtstag beerdigt. In die Psychiatrie wurde er eingeliefert ohne einem Menschen Schaden angetan zu haben und ohne einem Menschen auch nur ein böses Wort gesagt zu haben. Verurteilt von Psychiatern seit er die Schwelle der Psychiatrischen Klinik überschritten hatte. Da die Staatsanwaltschaft Thüringens die Ermittlung sowohl wegen Körperverletzung als auch wegen Mord und Beihilfe zum Mord nicht durchführt weil die Täter zuvor eine psychiatrische Diagnose erfunden haben, schreibe ich hier im Internet die Anklage gegen die Täter und hoffe, dass ich anderen Menschen Informationen vermitteln kann, die wir erst in 6 Jahren suchen und finden mussten. Möge Gott uns helfen. Mit der Angabe meiner vollständigen Adresse erkläre ich mich voll verantwortlich für die von mir geschriebenen und veröffentlichten Erfahrungen und Meinungen - sowie Erkenntnisse und für die Auswahl der Links und kopierten Artikel. Rosel Zierd (Mutter von Holger Zierd) Sorghofstraße 10 36433 Bad Salzungen Telefon: 03695 - 66 54 17 Handy. 0176 - 64 19 02 72 Internet: http://kabale.se Email: info@kabale.se Ich hoffe, dass meine Einträge für die Täter und Nicht-Denker unbequem sind und sie mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind. Für den Fall, dass diese mir meinen Sohn lebendig und gesund und munter zurück geben, wie er vor der psychiatrischen Misshandlung gewesen ist, dann werde ich meine Meinung revidieren und meine Veröffentlichungen löschen.
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3 Antworten zu Erfahrungsaustausch

  1. love schreibt:

    Once you go through struggles and decide not to surrender, that is definitely strength

  2. Igelin schreibt:

    Übersetzung durch Google:

    Sobald Sie gehen durch Kämpfe und beschließen, sich zu ergeben, dass definitiv Stärke

  3. Igelin schreibt:

    Ich möchte lieber sagen:
    Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
    Außerdem, sind wir zum Widerstand geboren, verpflichtet und Widerstand ist notwendig zur eigenen Gesundung.
    In unsererm Körper ist Widerstand integriert durch Lympfe, durch Haut, durch Krallen, durch Muskeln .
    Auch der Geist und Gedanken müssen Widerstand leisten, sonst führt dies zu Krebs, zur Wucherung des Wachstums ohne Funktion und ohne Kontrolle und nicht zur Erneuerung und zur Reparatur.

    Wenn Psychiater keinen Widerstand zulassen, dann sind diese pervers und unnatürlich, gefährlich und zerstörend.

    In der Auseinandersetzung wächst der Mensch und sein Geist und Charakter. Nur leider lehrt uns die Staatsschule nicht wie man/frau Auseinandersetzungen auf einem richtigen akzeptablen Niveau/Level führt.

    Stattdessen werden schon die Kleinsten in dieser Kultur konditioniert zu unbedingter Gehorsamkeit, Unmündigkeit und Stagnation sowie Verweigerung jeglicher Entwicklung.

    Als Holger sich selbst aufgegeben hatte
    wegen Lüge und Verleumdung,
    wegen unfairer Anhörungsverfahren vor Gericht,
    wegen chemische Zerstörung mittels chemischer Gifte, wegen körperlicher Gewalt bis zum Knochenbruch und daraus folgende ständige Schmerzen,
    wegen ständiger Schlaflosigkeit und Ruhelosigkeit,
    wegen ständigem Zittern und Bedrohung durch die Psychiater und den Pflegern,
    wegen Hoffnungslosigkeit jemals davon zu kommen, – bezeichneten dies die Psycho-Experten im mdr/Presse als Erfolg ?!!
    Holgers Tod ist der Erfolg der be/misshandelnden Psychiater und ihr Team ?!
    Erfolg ist das was folgt – insofern stimmt dies sogar.

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