Wie Ärzte die Gesundheitspolitik sehen

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Dr. med Ralf Cüppers
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Flensburg

Geburtsdatum: 02.09.1958

verheiratet

Stellvertreter
Christoph Vollmer, Facharzt für Anästhesiologie

Berufspolitische Ämter
keine

Was sind Ihre berufspolitischen Ziele?
Die alte Volksweisheit „Gesundheit ist das höchste Gut“ hat neue Bedeutung gewonnen. Die gesundheitspolitischen Fortschritte, das System des öffentlich-rechtlichen Sektors des Gesundheitswesens, das dem Solidaritätsprinzip verpflichtet ist, auf der Basis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), sollen im schnellen Tempo abgebaut werden. Dabei geht es doch gar nicht um ein Ausgabenproblem im Gesundheitswesen. Es geht um ein Einnahmeproblem. Die „Kostenexplosion“ der Kosten für das Gesundheitssystem existiert überhaupt nicht, wenn man den Anteil der Gesundheitsausgaben mit unserem Bruttosozialprodukt vergleicht. Es erscheint nur bei den Beiträgen für die Krankenversicherung, sie lagen im Jahre 1975 noch bei 10,5 Prozent des Lohnes. Denn Reallohnabbau, sinkende Einkommen arbeitender Menschen und Massenarbeitslosigkeit führen zu einer immer geringeren Lohnquote. Da Gesundheitsausgaben nur auf Arbeitseinkommen bezogen werden und nicht auf alle anderen Einkunftsarten sind sie gemessen am Bruttosozialprodukt tendenziell gesunken und es fließt viel zu wenig Geld ins Gesundheitswesen.

Der Anteil, den wir freiberuflich tätigen Ärztinnen und Ärzte für persönlich erbrachte Dienstleistung von diesen sinkenden Gesundheitsausgaben bekommen haben, ist ebenfalls kontinuierlich gesunken, im Vergleich dazu ist der Anteil, den die Pharmaindustrie für Medikamente bekommt, relativ gestiegen. Die Pharmalobby war offensichtlich besser darin, einen immer größeren Anteil der Gesundheitsausgaben zu sich umzuleiten und unsere Interessenvertretung, die Kassenärztliche Vereinigung war in diesem Verteilungskampf nicht erfolgreich.

Da meine Patientinnen und Patienten diese persönlich erbrachten Dienstleistungen wertschätzen und in Anspruch nehmen, ist es auch in deren Sinne, wenn dafür künftig wieder einen höherer Anteil aus den Gesundheitsausgaben zur Verfügung steht. Ich sehe mich berufspolitisch als quasi gewerkschaftliche Interessenvertretung in unserem Kampf für angemessene Honorierung. Ich habe die zeitbezogene Kapazitätsgrenze für mein Fachgebiet als gewissen Fortschritt erlebt, dass ich jetzt (statt bis 2008 nur 17 Wochenstunden) immerhin fast vollschichtig für meine Kassenpatienten bei einigermaßen akzeptabler Bezahlung arbeiten darf. Ich sehe hier einen Weg auch für andere Fachgebiete. Versuche, Kollegen mittels RLV und QZV in der Gestaltung ihres Leistungsangebotes zu gängeln oder schlimmer noch, sie zu einem internen Verteilungskampf jeder gegen jeden zu nötigen, wie sie dem Kollegen Volumina abjagen zu könnten, diese Konkurrenz ist nicht hilfreich sondern schadet im Endeffekt allen.

Versuche, neue „Hamsterräder“ zu installieren, werde ich bekämpfen. Feste, als gerecht empfundene, zeitbezogene Volumina auf möglichst hohem Niveau bringen für Freiberufler endlich Planungssicherheit und für unsere Patienten Transparenz. Wie diese Volumina mit welchen Einzelleistungen ausgefüllt werden, muß die Freiheit der Entscheidung des Einzelnen bleiben.
Bezogen auf die Kassenärztliche Vereinigung setze ich mich ein für einen konsequenten Abbau der ausufernden Bürokratie, Beispiele hier zu nennen würde den Platz sprengen und jeder Kollege und jede Kollegin müßte sie aus eigener Erfahrung kennen. Diese Bürokratie kostet mich Zeit, wenn ich sie machen muß, und sie kostet doppelt, wenn ich die, die sie unsinnigerweise abfordern, durch unseren Verwaltungskostenanteil auch noch bezahlen muß. Versuche der Bürokraten, uns Freiberufler zu Ausgaben und Investitionen in elektronische Datenverarbeitung zu nötigen, die weder für uns noch für Patienten einen Nutzen bringen, werde ich bekämpfen. An der elektronischen Gesundheitskarte würde nur die Computerindustrie verdienen, uns und unseren Patienten bleibt das ungelöste Datenschutzproblem.

Bezogen auf die Qualitätssicherung setze ich mich ein für von Profitinteressen freie und industrieunabhängige Fortbildung. Für das Gebiet der Psychosomatische Medizin und Psychotherapie organisiere ich ein derartiges Fortbildungsangebot in Flensburg und ich meine, daß so etwas auch für andere Gebiete (fachlich und örtlich) möglich ist. Industrieunabhängige Fortbildung ist kostenneutral finanzierbar, wenn wir darin investieren und gleichzeitig die Bürokratiekosten senken. Von der Industrie gesponserte „Fortbildung“ hat die Einführung von zahlreichen Scheininnovationen, Medikamenten mit erheblich höheren Kosten ohne oder mit nur geringstem Zusatznutzen für die Kranken ermöglicht, teilweise sogar mit tödlichen Folgen. Auch dadurch hat sich der Anteil der Pharmaindustrie an den Gesundheitsausgaben erhöht und dies ist auch deshalb schädlich, weil sich dadurch der Anteil unserer Honorare für die persönlich erbrachten Dienstleistungen verringert.

Wir brauchen für die KVSH eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit, mit der wir die gemeinsamen Interessen von uns und unseren Patientinnen und Patienten, den arbeitenden Menschen im Lande, die als Versichertengemeinschaft uns durch ihre Beiträge finanzieren, hervorheben und in den Vordergrund stellen, denn alleine haben wir zu wenige Wählerstimmen für die Parlamente und die Selbstverwaltungsgremien der GKV. Zumindest die Versichertenvertreter in den Selbstverwaltungsgremien der GKV sollten wir als Bündnispartner für die Durchsetzung gemeinsamer Interessen und einer besseren Patientenversorgung gewinnen. Ein „Feindbild GKV“ ist da nicht hilfreich. Leider wurden in der Vergangenheit im „Nordlicht“ schon häufiger solche gesundheitspolitischen Positionen hervorgehoben, die uns, die wir uns als Kassenärztinnen und Kassenärzte im öffentlich-rechtlichen Sektor des Gesundheitswesens der GKV bewegen, schaden, in dem sie dem Abbau des Solidaritätsprinzips der GKV das Wort reden. Muß ich da Beispiele nennen?

Arme leben sieben Jahre kürzer als Reiche – diese Zahl stammt nicht aus Afrika, sie stammt aus einem Gesundheitsbericht des Bundesgesundheitsministeriums und ist durch die Forschung der Epidemiologen Richard Wilkinson und Kate Pickett wissenschaftlich belegt. Und statt diesen Zustand zum Positiven zu ändern, haben die Maßnahmen der Bundesregierung dazu beitragen, ihn noch zu verschlimmern.

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Über igelin

Das Foto ist nicht die Wordpress Blog-Schreiberin, sondern ihr gefolterter, misshandelter, vergifteter, verleumdeter und mit 28 Jahren in der psychiatrischer Forensik Mühlhausen / Thüringen am 27.02.2011 ermordeter Sohn Holger Zierd. Ein hochintelligenter junger Mann auf der Suche nach seinem Selbst. Beruf: Forstwirt, Verantwortlich für die Inhalte dieser Blogs: https://igelin.wordpress.com https://gesundbleibenblog.wordpress.com/ Einträge werden geschrieben und/oder ausgewählt von Rosel Zierd, Mutter des in der Forensik Mühlhausen / Thüringen Gefolterten, bei der Zwangsmedikatierung Schulterknochen gesplittert, trotzdem weiter gespritzt bis zum Tod. Verhungert, abgemagert bis auf Haut und Knochen, vergiftet in jeder Körperzelle - am 27.2.2011 ermordeten Gefangenen und Patienten Holger Zierd. Das Ökumensiche Hainich Klinikum ist Eigentum der christlichen evangelischen und katholischen Kirche . Holger fand nirgends Gehör - die ärztlichen ökonomischen Gesichtspunkte sind wichtiger als Gesetze und Menschenrecht oder Menschenwürde. Ich habe meinen Sohn an seinem 29. Geburtstag beerdigt. In die Psychiatrie wurde er eingeliefert ohne einem Menschen Schaden angetan zu haben und ohne einem Menschen auch nur ein böses Wort gesagt zu haben. Verurteilt von Psychiatern seit er die Schwelle der Psychiatrischen Klinik überschritten hatte. Da die Staatsanwaltschaft Thüringens die Ermittlung sowohl wegen Körperverletzung als auch wegen Mord und Beihilfe zum Mord nicht durchführt weil die Täter zuvor eine psychiatrische Diagnose erfunden haben, schreibe ich hier im Internet die Anklage gegen die Täter und hoffe, dass ich anderen Menschen Informationen vermitteln kann, die wir erst in 6 Jahren suchen und finden mussten. Möge Gott uns helfen. Mit der Angabe meiner vollständigen Adresse erkläre ich mich voll verantwortlich für die von mir geschriebenen und veröffentlichten Erfahrungen und Meinungen - sowie Erkenntnisse und für die Auswahl der Links und kopierten Artikel. Rosel Zierd (Mutter von Holger Zierd) Sorghofstraße 10 36433 Bad Salzungen Telefon: 03695 - 66 54 17 Handy. 0176 - 64 19 02 72 Internet: http://kabale.se Email: info@kabale.se Ich hoffe, dass meine Einträge für die Täter und Nicht-Denker unbequem sind und sie mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind. Für den Fall, dass diese mir meinen Sohn lebendig und gesund und munter zurück geben, wie er vor der psychiatrischen Misshandlung gewesen ist, dann werde ich meine Meinung revidieren und meine Veröffentlichungen löschen.
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