psychiatrisch gestört nach Aktenlage

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2009/0813/behindert.php5

Behindert nach Aktenlage
Wie Langzeitarbeitslose aus der Statistik verschwinden
Georg Restle: „Hallo, guten Abend und willkommen bei MONITOR. Es gibt Geschichten, die glaubt man wirklich erst, wenn man sie selbst gesehen hat. Was eine 41-jährige arbeitslose Frau in der Nähe von Magdeburg mit ihrer Arbeitsagentur erlebte, das sprengte selbst unsere Vorstellungs-kraft. Vor allem, als wir erfahren haben, dass es anderen Arbeitslosen in Deutschland genauso er-gangen ist. Ralph Hötte und Frank Konopatzki haben Doris Kruse besucht. Eine Mutter von zwei erwachsenen Töchtern, mitten im Leben. Bis sie eines Tages plötzlich Post von ihrer Arbeitsagentur bekam.“

Behindert nach Aktenlage: Wie Langzeitarbeitslose aus der Statistik verschwinden immer mehr Langzeitarbeitslose verschwinden aus der Arbeitslosenstatistik, weil die Arbeitsagentu-ren sie für „dauerhaft geistig behindert“ erklären. Weil sie als schwer vermittelbar gelten, werden sie in Behindertenwerkstätten abgeschoben. Ärztliche Untersuchungen? Fehlanzeige. Stattdessen nur ein schriftlicher Test, ob sie auf dem Arbeitsmarkt noch „konkurrenzfähig“ sind. MONITOR schildert den fast unglaublichen Fall einer Vierzigjährigen, die jetzt wider Willen als „geistig behindert“ gilt.

Doris Kruse ist ein Kämpfertyp. Sie ist stolz darauf, dass ihre beiden Töchter, die sie allein groß ge-zogen hat, einen Arbeitsplatz haben. Genau den hat sie nicht. Beim Einkaufen muss sie deshalb im-mer genau auf die Preise gucken. Arbeitslos ist sie schon seit vielen Jahren. Nach etlichen 1-Euro-Jobs schreibt sie immer wieder neue Bewerbungen. Doch damit soll sie jetzt aufhören, meint ihre Agentur für Arbeit, und das, obwohl sie noch gar keinen neuen Job hat. Vor sechs Wochen bekam sie plötzlich einen Bescheid. Darin teilt ihr die Arbeitsagentur mit, sie sei ab jetzt „dauerhaft geistig behindert“ – laut Gutachten nach Aktenlage.

Doris Kruse: „Ich konnte das gar nicht fassen! Sag, wie geht das? … Ich war … ich hab doch keinen Verkehrsunfall gehabt, ich war doch nicht irgendwie krank und nix. Ich sag, wie geht das? Ich sage, schmeißt mir das irgendjemand zu? Ich sage, ich konnte das absolut nicht fassen.“

Insgesamt zwölf Jahre hat sie bislang gearbeitet: Nach einer Ausbildung zur Obst- und Gemüsekon-serviererin sechs Jahre in einer Fabrik in der DDR, nach der Wende sechs Jahre in einem städti-schen Kindergarten, in der Küche und im Reinigungsdienst. Schließlich wurde ihre Stelle eingespart und sie arbeitslos. Seitdem sucht sie Arbeit.

Martina Hoffmann-Badache, Landschaftsverband Rheinland: „Der Landschaftsverband Rhein-land beobachtet mit Sorge, dass die Agenturen für Arbeit zunehmend Menschen an eine Werkstatt für Behinderte verweisen, die eigentlich aufgrund ihrer persönlichen Fähigkeiten und ihrer persönli-chen Wünsche einer Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nachgehen möchten.“

Besuch in der Behindertenwerkstatt LEBENSHILFE e. V. in Magdeburg. Die Geschäftsführung bietet Doris Kruse ein Beratungsgespräch an.

Ansprechpartner und Links zum Thema
Für Fälle wie den in der Sendung am 14.08.09 geschilderten gibt es nicht einen zuständigen An-sprechpartner. Eine Art Ombudsmann oder eine Schiedsstelle können wir nicht ausmachen. Deshalb weiter unten eine Liste von möglichen Institutionen und Ansprechpartnern.

Erster Schritt für Menschen, die mit einem Bescheid des Rehabilitations-Trägers (Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Rentenversicherung etc.) nicht einverstanden sind, sollte der Widerspruch ge-gen diesen Bescheid sein. Grundsätzlich besteht in Rechtsfragen für Bedürftige (in der Regel gilt das für Bezieher von Arbeitslosenhilfe) auch die Möglichkeit, eine Beratungshilfe in Anspruch zu nehmen. Früher konnte diese immer beim Anwalt beantragt werden, inzwischen kann der Anwalt vorab einen Beratungsschein verlangen.
Diesen kann man beim zuständigen Amtsgericht beantragen. Die maximale Eigenbeteiligung be-trägt gegenwärtig 10,- Euro. Das deckt alle Kosten ab, bis es zu einem evt. Verfahren kommt. Dafür muss dann noch zusätzlich Prozesskostenhilfe beantragt werden.

Mehr zum Thema

http://www.tacheles-sozialhilfe.de/

http://www.erwerbslosenforum.de/

http://www.gegen-hartz.de/

http://www.erwerbslos.de/

http://erwerbslose.verdi.de/

http://www.verdi-erwerbslosenberatung.de/

http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse/a02/index.jsp

Über igelin

Das Foto ist nicht die Wordpress Blog-Schreiberin, sondern ihr gefolterter, misshandelter, vergifteter, verleumdeter und mit 28 Jahren in der psychiatrischer Forensik Mühlhausen / Thüringen am 27.02.2011 ermordeter Sohn Holger Zierd. Ein hochintelligenter junger Mann auf der Suche nach seinem Selbst. Beruf: Forstwirt, Verantwortlich für die Inhalte dieser Blogs: https://igelin.wordpress.com https://gesundbleibenblog.wordpress.com/ Einträge werden geschrieben und/oder ausgewählt von Rosel Zierd, Mutter des in der Forensik Mühlhausen / Thüringen Gefolterten, bei der Zwangsmedikatierung Schulterknochen gesplittert, trotzdem weiter gespritzt bis zum Tod. Verhungert, abgemagert bis auf Haut und Knochen, vergiftet in jeder Körperzelle - am 27.2.2011 ermordeten Gefangenen und Patienten Holger Zierd. Das Ökumensiche Hainich Klinikum ist Eigentum der christlichen evangelischen und katholischen Kirche . Holger fand nirgends Gehör - die ärztlichen ökonomischen Gesichtspunkte sind wichtiger als Gesetze und Menschenrecht oder Menschenwürde. Ich habe meinen Sohn an seinem 29. Geburtstag beerdigt. In die Psychiatrie wurde er eingeliefert ohne einem Menschen Schaden angetan zu haben und ohne einem Menschen auch nur ein böses Wort gesagt zu haben. Verurteilt von Psychiatern seit er die Schwelle der Psychiatrischen Klinik überschritten hatte. Da die Staatsanwaltschaft Thüringens die Ermittlung sowohl wegen Körperverletzung als auch wegen Mord und Beihilfe zum Mord nicht durchführt weil die Täter zuvor eine psychiatrische Diagnose erfunden haben, schreibe ich hier im Internet die Anklage gegen die Täter und hoffe, dass ich anderen Menschen Informationen vermitteln kann, die wir erst in 6 Jahren suchen und finden mussten. Möge Gott uns helfen. Mit der Angabe meiner vollständigen Adresse erkläre ich mich voll verantwortlich für die von mir geschriebenen und veröffentlichten Erfahrungen und Meinungen - sowie Erkenntnisse und für die Auswahl der Links und kopierten Artikel. Rosel Zierd (Mutter von Holger Zierd) Sorghofstraße 10 36433 Bad Salzungen Telefon: 03695 - 66 54 17 Handy. 0176 - 64 19 02 72 Internet: http://kabale.se Email: info@kabale.se Ich hoffe, dass meine Einträge für die Täter und Nicht-Denker unbequem sind und sie mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind. Für den Fall, dass diese mir meinen Sohn lebendig und gesund und munter zurück geben, wie er vor der psychiatrischen Misshandlung gewesen ist, dann werde ich meine Meinung revidieren und meine Veröffentlichungen löschen.
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2 Antworten zu psychiatrisch gestört nach Aktenlage

  1. brynjulf schreibt:

    Das ist ja völlig verrückt. Aber leider durchaus realistisch, nachdem ich schon beobachtet habe, wie die Jugendämter Leute, einfach weil sie arm waren für „erziehungsunfähig“ erklärt haben. Diese „Gutachten nach Aktenlage“ sind gängige psychiatrische Praxis.
    Wehrt Euch!

  2. Igelin schreibt:

    Fragebogen wurden durch die Pharmaindustrie ausgearbeitet und es ist völlig gleich, wo sie ihre Kreuzchen hinsetzen, welche Fragen sie mit ja oder nein beantworten
    das Ergebnis lautet immer: psychisch gestört !
    Das gilt für alle Fragebogen, egal wo sie vorgelegt werden oder in welcher Zeitschrift sie veröffentlicht werden – das Ergebnis lautet immer: der Ausfüllende ist psychisch gestört !

    Deshalb ist es ganz und gar kein lustiges Spiel – solche Fragebögen auszufüllen – es ist lebensgefährlich und mit tödlichen Folgen – deshalb: hüten Sie sich vor solchen Fragebögen !
    Füllen Sie diese niemals aus und schon gar nicht für irgend ein Amt oder eine soziale Stelle !

    Es ist nichts als Dummen- und Opfer-Fang !

    Stellen Sie sich lieber vor den Spiegel und fragen dieses Bild, was Sie da sehen: Wer bin ich . . .

    Und denken Sie daran, die Antwort darauf ist nur für Sie selbst wichtig, relevant und wahr! Geben Sie die Antwort niemals an andere Menschen weiter – auch nicht an die/den beste/n FreundIn.
    So wenig oder so viel, wie sie selbst ihre Geheimnisse bewahren können, sowenig oder so viel können es auch ihre Mit-Menschen.

    Holger hat niemals über sich oder seine Lieben vor seinen Feinden gesprochen – weil alle Mitteilungen, die Psychiater und Psychologen in die Reichweite kommen, werden in ihren Dreck getreten und sie erkennen diese liebevoll ausgesagten Mitteilungen nicht mehr wieder.

    Das schlimmste ist, wenn frau/man die Achtung vor sich selbst verliert (Holger) – und genau das und nichts anderes machen Psycho-irgendwas Experten !

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