Versicherung ist ein Geschäft mit der Angst

Wen Katastrophen reich machen

Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier
Artikel vom 10.05.2011

Wo es Verlierer gibt, sind Gewinner nicht weit. Naturkatastrophen sind ein Millionengeschäft – für Versicherer, Medien, Wissenschaft. Ein bisschen gewinnen sogar die Betroffenen. News.de zeigt, wie die Unglücks-Profiteure Kasse machen.
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Nach dem Tsunami in Thailand haben viele Fischer neue Boote bekommen. Text Foto: dapd
Rettung aus den Fluten (Foto) Text Polizisten-Patrouille (Foto) Hunger (Foto) Foto:
ap
Notlager (Foto) Text Kaiser (Foto) Rettungskräfte (Foto) Foto:
dapd

Unter Naturkatastrophen leiden ganz besonders die Kinder. 100 Millionen Kinder, genauer gesagt, spüren die Folgen von Flut, Dürre, Beben, haben wir am Montag im aktuellen Unicef-Bericht erfahren. Doch nicht nur das. Auch die Hannover Rück leidet unter Naturkatastrophen, lasen wir am 3. Mai 2011. Zwei Tage später die Meldung: Die Erdbebenkatastrophen in Japan und Neuseeland sowie die Überschwemmungen in Australien hätten zu großen Belastungen der Swiss Re geführt. Und nun die Nachricht: Auch die Münchner Rück, international bekannt als Munich Re, hat schwere Verluste einzustecken.

Die drei großen Rückversicherer haben ihre Quartalszahlen herausgebracht, und die sind gar nicht gut. Denn ein Versicherer lebt davon, dass Menschen zwar Angst haben vor Katastrophen und sich deshalb abzusichern versuchen – aber eintreten sollen diese bitteschön nicht. 948 Millionen Euro Verlust verzeichnet der weltgrößte Rückversicherer Munich Re im ersten Quartal, 480 Millionen die Swiss Re, und die Hannover Rück kann ihr Minus von 572 Millionen Euro nur dank einer Steuererstattung ausgleichen.

Doch im Gegensatz zu den leidenden Kindern behält die Branche die Fäden in der Hand, denn auch die Katastrophen spielen letztlich den Versicherern wieder in die Hände. Ist ein Unglück geschehen, steigen die Prämien. Die Münchner Rück beispielsweise erhöhte ihre Beitragseinnahmen bereits um elf Prozent, «die die Verluste ein Stück weit ausbalancieren können», wie Finanzchef Jörg Schneider erklärte: Die Großschäden hätten das Risikobewusstsein geschärft, formuliert er. Für die Jahresbilanz rechnet man selbstverständlich mit schwarzen Zahlen, 600 Millionen Euro würden angepeilt, gab Schneider zu verstehen.

Eine Katastrophe hat viele Gewinner

Der Vergleich ist polemisch und Versicherer ohne Zweifel wichtig, gerade in gefährdeten Regionen. Dennoch liegt eine dicke Schicht Zynismus über dem Handeln derer, die knallhart mit dem Leiden von Menschen kalkulieren. Doch Gewinner von Katastrophen gibt es viele. «Wo jemand verliert, sind fast immer auch Gewinner. Da kann man in alle Richtungen denken», sagt Martin Voss von der Katastrophenforschungsstelle der Uni Kiel. Voss denkt zum Beispiel in Richtung Medien: Dank Fukushima war das Programm für zwei Wochen verplant und die Einschaltquoten oder Klicks kamen von allein.
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Private Hilfsorganisationen könnten ohne Unglück gar nicht existieren. «Das DRK oder das THW brauchen Katastrophen, um zu ihren Mitteln zu kommen. Wenn lange nichts passiert, fehlen die Fördergelder», sagt Voss. Die gesamte humanitäre Hilfe werde längst nicht mehr nur von Idealisten bestritten, sondern sei eine wachsende Branche, bei der «viele Leute sehr viel Geld verdienen», wie der Katastrophenforscher betont. Oder die Politik: Kanzler Gerhard Schröder wusste die Elbe-Flut für sich zu nutzen, «für zu Guttenberg kam Fukushima eine Woche zu spät», kommentiert Voss.

Den Betroffenen gereicht das natürlich zum Vorteil – das Prinzip «eine Hand wäscht die andere» funktioniert eben auch im Katastrophenfall. Fischer in Tsunami-Regionen zum Beispiel bekommen modernere Boote und bessere Häuser. «Doch sie haben meistens so viele Opfer zu beklagen und sind zu sehr gebeutelt, als dass man das individuell als Gewinn rechnen könnte», gibt der Katastrophenforscher zu bedenken.

Manche Gewinner liegen auf der Hand. Nach dem Super-Gau in Japan stieg die Aktie von Solar World um 25 Prozent. Brummt der Wiederaufbau, werden die Bauindustrie und ihre Zulieferer boomen. Doch die These, dass die gesamte Volkswirtschaft von der Katastrophe profitiert, sieht Martin Voss kritisch. «Sicher gibt es Konsumeffekte, aber ich halte es für Unfug, zu beurteilen, ob es einer Gesellschaft dadurch besser geht. Das sind sehr komplexe Rechnungen. Bis der Schaden aufgeholt ist, gehen Jahre ins Land.»

Versicherer und Wissenschaft profitieren Hand in Hand

Auch sein eigenes Metier bekommt bei Martin Voss sein Fett weg. Denn für viele Wissenschaftler seien katastrophale Großereignisse eine gute Chance, sich zu profilieren. Ingenieure können sich mit Tsunami-Frühwarnsystemen ein Denkmal setzen oder höhere Deiche konzipieren. Voss zieht ein komplexes Netz von Abhängigkeiten auf, in dem auch wieder die Rückversicherer keine geringe Rolle spielen.

Die Stiftung der Münchner Rück zum Beispiel, die viele Projekte über die Konsequenzen des Klimawandels finanziert. Die Wissenschaft ist für ihre Arbeit nun einmal auf private Geldgeber angewiesen. «Es heißt zwar, Unternehmen und Stiftung, das sind getrennte Bereiche. Doch die Wissenschaft ist beeinflusst von den Akteuren, die damit ihr Geld verdienen», sagt Voss. Wenn es in einer Studie heiße, die Starkniederschläge werden zunehmen, bedeute das auch, ihr müsst euch stärker versichern, erklärt er den Mechanismus.

Weniger willkommen sei hingegen Forschung, die gefährliche Situationen von vornherein zu vermeiden versucht, indem sie zum Beispiel einschätzt, welche Infrastrukturen an welchen Orten gefährlich sein können. Gerade hier bestehe häufig jedoch kein wirtschaftliches Interesse daran, den Status quo zu ändern – wie zum Beispiel im Golf von Mexiko – oder Fukushima zu besichtigen. «Wenn die dann noch über die Börse handeln, schafft das Risiken mit einem enormen Destruktionspotenzial», meint Martin Voss. Sein Institut forscht genau hier – und steht vor der Schließung.

beu/reu/bas/news.de/dapd

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Über igelin

Das Foto ist nicht die Wordpress Blog-Schreiberin, sondern ihr gefolterter, misshandelter, vergifteter, verleumdeter und mit 28 Jahren in der psychiatrischer Forensik Mühlhausen / Thüringen am 27.02.2011 ermordeter Sohn Holger Zierd. Ein hochintelligenter junger Mann auf der Suche nach seinem Selbst. Beruf: Forstwirt, Verantwortlich für die Inhalte dieser Blogs: https://igelin.wordpress.com http://igelin.blog.de Einträge werden geschrieben und/oder ausgewählt von Rosel Zierd, Mutter des in der Forensik Mühlhausen / Thüringen Gefolterten, bei der Zwangsmedikatierung Schulterknochen gesplittert, trotzdem weiter gespritzt bis zum Tod. Verhungert, abgemagert bis auf Haut und Knochen, vergiftet in jeder Körperzelle - am 27.2.2011 ermordeten Gefangenen und Patienten Holger Zierd. Das Ökumensiche Hainich Klinikum ist Eigentum der christlichen evangelischen und katholischen Kirche . Holger fand nirgends Gehör - die ärztlichen ökonomischen Gesichtspunkte sind wichtiger als Gesetze und Menschenrecht oder Menschenwürde. Ich habe meinen Sohn an seinem 29. Geburtstag beerdigt. In die Psychiatrie wurde er eingeliefert ohne einem Menschen Schaden angetan zu haben und ohne einem Menschen auch nur ein böses Wort gesagt zu haben. Verurteilt von Psychiatern seit er die Schwelle der Psychiatrischen Klinik überschritten hatte. Da die Staatsanwaltschaft Thüringens die Ermittlung sowohl wegen Körperverletzung als auch wegen Mord und Beihilfe zum Mord nicht durchführt weil die Täter zuvor eine psychiatrische Diagnose erfunden haben, schreibe ich hier im Internet die Anklage gegen die Täter und hoffe, dass ich anderen Menschen Informationen vermitteln kann, die wir erst in 6 Jahren suchen und finden mussten. Möge Gott uns helfen. Mit der Angabe meiner vollständigen Adresse erkläre ich mich voll verantwortlich für die von mir geschriebenen und veröffentlichten Erfahrungen und Meinungen - sowie Erkenntnisse und für die Auswahl der Links und kopierten Artikel. Rosel Zierd (Mutter von Holger Zierd) Sorghofstraße 10 36433 Bad Salzungen Telefon: 03695 - 66 54 17 Handy. 0176 - 64 19 02 72 Internet: http://kabale.se Email: info@kabale.se Ich hoffe, dass meine Einträge für die Täter und Nicht-Denker unbequem sind und sie mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind. Für den Fall, dass diese mir meinen Sohn lebendig und gesund und munter zurück geben, wie er vor der psychiatrischen Misshandlung gewesen ist, dann werde ich meine Meinung revidieren und meine Veröffentlichungen löschen.
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