nichts ist vergangen

Nationalsozialismus Die unerträgliche Schuld der Ärzte

23.03.2011, 17:37
Von Nina von Hardenberg

Zwangssterilisationen, Menschenversuche, Krankenmorde – ein neuer Forschungsbericht beschreibt, wie sich Mediziner an grauenhaften Nazi-Verbrechen beteiligten.

Schwach und einsam – im Sommer 1939 konnten solche Eigenschaften für Psychiatriepatienten in Deutschland ein Todesurteil sein. Es ist die Zeit der ersten Massentötungen der Nationalsozialisten. Sie nehmen vieles voraus, was später beim Genozid an den europäischen Juden fortgesetzt wird. Opfer sind Behinderte und Psychiatriepatienten. Getötet werden vor allem Kranke, von denen sich die Nazis keinen ökonomischen Nutzen erwarten. Frauen sind fast doppelt so oft Opfer wie Männer. Pflegebedürftige, sozial isolierte oder unruhige Patienten trifft es am häufigsten.
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Ein Häftling des Konzentrationslagers Dachau nach einem Versuch in einer Unterdruckkammer 1942. Die Verbrechen im Namen der Medizin wie Menschenversuche, Zwangssterilisationen und Krankenmorde wurden gut aufgearbeitet. Aber es besteht immer noch Forschungsbedarf. (© AP)

200.000 solcher „Ballastexistenzen“ erfassen die Behörden auf Meldebögen. Mehr als 70.000 sterben bis August 1941 in eigens eingerichteten Gaskammern. Die „Aktion T4“, benannt nach dem Sitz der Zentrale in der Berliner Tiergartenstraße4, zeigt erstmals in ganzer Deutlichkeit, mit welcher Systematik die Nazis gegen Menschen vorgehen, die sie in ihrem Rassenreinheitswahn für lebensunwert halten. Sie zeigt auch die schuldhafte Verstrickung der Ärzte in die Euthanasiepolitik der Nazis. Ohne die aktive Mitwirkung oder zumindest passive Hinnahme durch die Anstaltsärzte hätten die Morde nicht stattfinden können.

Die Krankenmorde gelten als am besten erforschter Teil der Euthanasie-Verbrechen der Nazis. Und doch besteht noch Forschungsbedarf, wie ein Expertenteam um den Medizin-Historiker Robert Jütte in einem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Forschungsbericht zeigt. So sei noch nicht ausreichend dokumentiert, warum in manchen Regionen radikaler selektiert wurde als anderswo, heißt es darin.
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Der Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Forschung zur Medizin im Nationalsozialismus. Er zeigt, dass Verbrechen im Namen der Medizin wie Menschenversuche, Zwangssterilisationen und Krankenmorde gut aufgearbeitet worden sind. Das Schicksal der Mehrzahl der etwa 8000 jüdischen Ärzte, die vor 1933 in Deutschland praktizierten und dann in die Emigration getrieben oder ermordet wurden, liegt dagegen noch vielfach im Dunkeln. Ähnliches gilt für den zum Teil heroischen Einsatz von Ärzten, die in Konzentrationslagern ihre Mithäftlinge betreuten.

Für Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe, der die Arbeit mitangestoßen hat, geht es auch um ein persönliches Anliegen. „Ich werde der letzte Ärztepräsident sein, der in dieser Zeit noch gelebt hat“, sagte der 70-Jährige. Die Ärzteschaft habe sich nach dem Krieg „erst spät, zu spät“ zu der Schuld der Ärzte im Nationalsozialismus bekannt.

Bis weit in die 70er Jahre gab es keine wirkliche Auseinandersetzung mit den Verbrechen. Erst 1987 stellte sich der damalige Kammerpräsident Karsten Vilmar dem Thema: „Die Scham wird immer bleiben“, sagte er. Den Ärzten bliebe „vielleicht die Gnade des Verzeihens, aber niemals das Vergessen“, zitierte Hoppe seinen Vorgänger.

Auch unter seiner Präsidentschaft diskutierten die Ärzte auf mehreren Ärztetagen, warum so viele Mediziner ihren hippokratischen Eid, Kranke zu heilen und Patienten nicht zu schaden, brachen. Unbestritten ist inzwischen, dass nicht nur Feigheit oder Opportunismus die Ärzte antrieb, sondern auch Überzeugung. So wurde kein Mediziner gezwungen, sich an Krankentötungen zu beteiligen, doch viele von ihnen teilten schon vor der Nazizeit verbreitete rassehygienische Gedanken.

„Die übergroße Mehrheit der Ärzte schwieg oder war einverstanden“, sagte Hoppe. Das sei eine „unerträgliche Erkenntnis“.

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Über igelin

Das Foto ist nicht die Wordpress Blog-Schreiberin, sondern ihr gefolterter, misshandelter, vergifteter, verleumdeter und mit 28 Jahren in der psychiatrischer Forensik Mühlhausen / Thüringen am 27.02.2011 ermordeter Sohn Holger Zierd. Ein hochintelligenter junger Mann auf der Suche nach seinem Selbst. Beruf: Forstwirt, Verantwortlich für die Inhalte dieser Blogs: https://igelin.wordpress.com http://igelin.blog.de Einträge werden geschrieben und/oder ausgewählt von Rosel Zierd, Mutter des in der Forensik Mühlhausen / Thüringen Gefolterten, bei der Zwangsmedikatierung Schulterknochen gesplittert, trotzdem weiter gespritzt bis zum Tod. Verhungert, abgemagert bis auf Haut und Knochen, vergiftet in jeder Körperzelle - am 27.2.2011 ermordeten Gefangenen und Patienten Holger Zierd. Das Ökumensiche Hainich Klinikum ist Eigentum der christlichen evangelischen und katholischen Kirche . Holger fand nirgends Gehör - die ärztlichen ökonomischen Gesichtspunkte sind wichtiger als Gesetze und Menschenrecht oder Menschenwürde. Ich habe meinen Sohn an seinem 29. Geburtstag beerdigt. In die Psychiatrie wurde er eingeliefert ohne einem Menschen Schaden angetan zu haben und ohne einem Menschen auch nur ein böses Wort gesagt zu haben. Verurteilt von Psychiatern seit er die Schwelle der Psychiatrischen Klinik überschritten hatte. Da die Staatsanwaltschaft Thüringens die Ermittlung sowohl wegen Körperverletzung als auch wegen Mord und Beihilfe zum Mord nicht durchführt weil die Täter zuvor eine psychiatrische Diagnose erfunden haben, schreibe ich hier im Internet die Anklage gegen die Täter und hoffe, dass ich anderen Menschen Informationen vermitteln kann, die wir erst in 6 Jahren suchen und finden mussten. Möge Gott uns helfen. Mit der Angabe meiner vollständigen Adresse erkläre ich mich voll verantwortlich für die von mir geschriebenen und veröffentlichten Erfahrungen und Meinungen - sowie Erkenntnisse und für die Auswahl der Links und kopierten Artikel. Rosel Zierd (Mutter von Holger Zierd) Sorghofstraße 10 36433 Bad Salzungen Telefon: 03695 - 66 54 17 Handy. 0176 - 64 19 02 72 Internet: http://kabale.se Email: info@kabale.se Ich hoffe, dass meine Einträge für die Täter und Nicht-Denker unbequem sind und sie mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind. Für den Fall, dass diese mir meinen Sohn lebendig und gesund und munter zurück geben, wie er vor der psychiatrischen Misshandlung gewesen ist, dann werde ich meine Meinung revidieren und meine Veröffentlichungen löschen.
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Eine Antwort zu nichts ist vergangen

  1. Igelin schreibt:

    Nichts ist vorbei – die Psychiater, die dieses Grauen in der Nazizeit begonnen haben – haben nach dem Krieg weiter so gearbeitet, ihr Wissen weitergegeben, „Mengeles Erben“ sind voll im Geschäft.
    Die Namen haben sich geändert. Die Tötungsmaschinerie wurde ausgebaut. Das Marketingkonzept verbessert.
    Zur Nazizeit wollten die Psychiater die arische Rasse reinigen, heute wollen sie entsprechend der längst überholten Darwinschen Theorie die Schwachen, Arbeitslosen, die Anderen, die Nichtangepassten, die nicht Funktionierenden, die selbstständig Denkenden, die Unbequemen, die Armen, die Lästigen, die Obdachlosen, aussondern, stigmatisieren, entsorgen – und das nachdem sie für ihre Versuche zur Gehirn- und Gedankenkontrolle als Versuchsprobanten zur Verfügung gestanden haben.
    Und sie, die Nachfolger der alten Psychiater lassen sich diese Leistung der Ermordung der MitMenschen teuer bezahlen.
    Wehe uns !

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