In Deutschland gibt es keinen Krieg gegen Schwarze – da gibt es nur Krieg gegen Intelligente und solche Menschen, die in dieser Geld-Welt nicht leben können

In Deutschland gibt es auch keine Todesstrafe – nur Leichen in 6 stelligen Größenordnungen in den Psychiatrien und durch Psychopharmaka-Behandlungen.
In Deutschland gibt es auch keine Hinrichtungen – nur in Psychiatrien Notfall-Behandlungen wo die Opfer aus Versehen sterben und die Täter überhaupt nichts dazu können wenn sie ihren Opfern die Schulterknochen zersplittern und sie vergiften.
In Deutschland gibt es auch keine politischen Gefangenen nur psychiatrische Opfer, psychiatrisch wissenschaftlich gefolterte und Labor-Versuchs-Menschen in den psychiatrischen Kliniken, weil immer noch nicht klar ist, warum die Opfer an ihren hohen Medikamenten-Dosierungen und Drogen-Mix sterben.
Bei diesen Test kommen den Forschern kein Tierschutzverband in die Quere und es spart Sozialleistungen und Rentenauszahlungen für diese Labor-Versuchs-Menschen weil nicht viele überleben und sowieso noch eine Masse unnützes Humankapital nicht normiert ist – also die perfekte Gehirnkontrolle dringend erforscht und bei allen potentiellen Terroristen eingeführt werden muss . . . was mit Chip im Körper bereits getestet wird.

JW 17.12.2011
Krieg gegen Schwarze
Eine ungeheure Zahl von Menschen ist in den USA aus rassistischen Gründen
inhaftiert
Mumia Abu-Jamal

Es ist erschreckend, wie viele Menschen in den USA aus rassistischen
Gründen eingesperrt werden. Die bloßen Zahlen sind atemberaubend, vor
allem, wenn man mit bedenkt, welchen Einfluß das auf Familien, kommunales
Umfeld, Soziales und Politik hat. Ich wage zu behaupten, daß jeder
Afroamerikaner, unabhängig von Klassenzugehörigkeit oder Einkommen,
jemanden kennt, der oder die Gefangener in einem Bezirks-, Staats oder
Bundesgefängnis ist oder früher einmal war.

Das sagt etwas aus über die Allgegenwärtigkeit des Problems, das die große
Zahl von Männern, Frauen und Jugendlichen, die den gefängnisindustriellen
Komplex in den USA bevölkern, darstellt. Im internationalen Vergleich leben
in den USA nur etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung, aber von allen
Häftlingen der Welt befinden sich 25 Prozent in den USA hinter Gittern.
Nach der letzten offiziellen Statistik waren hier Anfang 2008 2,3 Millionen
Menschen eingesperrt. Die Zahl der inhaftierten Schwarzen überschreitet
sogar jene Südafrikas in den Hochzeiten des verhaßten Apartheidsystems.

Wir sollten diese Analogie nicht leichtnehmen, denn das südafrikanische
Apartheidsystem war der Inbegriff eines rassistischen Polizeistaats, dessen
widerlicher Charakter nur noch von Nazideutschland übertroffen wurde. Das
südafrikanische Regime verwendete sehr viele Energien auf einen
De-facto-Krieg (Geheimdienstjargon: »Konflikt niedriger Intensität«) gegen
die schwarze Mehrheit, der jedes Merkmal unabhängigen afrikanischen Lebens
kriminalisierte und verbotene Zonen für Schwarze schuf, in denen sie weder
leben, arbeiten, studieren noch sich lieben durften.

Das sagt alles darüber, wie blind wir sind gegenüber dem Ausmaß des
Problems in diesem Land USA (ganz zu schweigen von seiner Lösung) und wie
es zu einer Normalität geworden ist in unserem sozialen und politischen
Bewußtsein. Das hat zum Teil auch zu tun mit den Konzernmedien. So wie sie
in ihrer Berichterstattung versagt haben, die letztlich einen heißen Krieg
gegen Irak befördert hat, so versagen sie auch in ihrer Berichterstattung
über die Parameter des »Konflikts niedriger Intensität«, unter denen
schwarzes Leben hier zermalmt wird.

Vielleicht können die Worte eines Nicht-Amerikaners, den ich ungern
»Ausländer« nennen möchte, der aber ein langjähriger Beobachter dieses
Landes ist, uns zu einem besseren Verständnis verhelfen. Hugh Masekela, das
große musikalische Talent Südafrikas, gab im Alter von 71 Jahren ein
Interview über das Leben in Südafrika nach dem Apartheidregime, in dem er
erklärte: »Die Mehrheit der Bevölkerung erhielt nur das Wahlrecht und mußte
fortan nicht mehr unter der Polizeigewalt leiden. Aber weitergehende
Veränderungen wollte man nicht, weil sie schlecht gewesen wären fürs
Geschäft. Genau wie hier in den Vereinigten Staaten, wo der Baum der
Bürgerrechtsbewegung nur winzige Früchte trug.« Ich zitiere Masekela, weil
er zu den Millionen gehörte, die unter dem Irrsinn der Apartheid leben
mußten, weshalb ihm die Verhältnisse sehr vertraut sind. Er ist deshalb
fähig, die Elemente der Apartheid im amerikanischen Leben zu erkennen.

Die Frage ist, warum das Apartheidsystem als abstoßend empfunden, der
gefängnisindustrielle Komplex in den USA hingegen milder beurteilt wird.
Die Antwort hat zwei Teile: Erstens sind sich die politischen Eliten des
Zweiparteiensystems in den USA parteiübergreifend einig in dieser Frage.
Zweitens fungieren Schwarze als Amtsträger in den verschiedenen
Institutionen als Schutzschild gegen Angriffe auf den rassistischen
Charakter des Systems.

Wie in Südafrika profitieren auch in den USA schwarze Eliten von einem
Wirtschaftssystem, das für die große Mehrheit der Menschen afrikanischer
Herkunft, vor allem für Arbeiter und Arme, zutiefst ungerecht ist. Folglich
sichert der Aufstieg kleiner schwarzer Eliten ungeachtet seiner bildhaften
Symbolik die Klassenspaltung und soziale Ungleichheit.

In einer Nation, die für Demokratie wirbt, müßte der Vorwurf, daß in ihrer
Mitte eine unterdrückte ethnische Kaste existiert, eigentlich Kontroversen
provozieren. Dieser zentrale Punkt wird jedoch vertuscht. Wir müssen diese
Auseinandersetzung aber einfordern, dafür agitieren und wenn nichts anderes
hilft, eine neue Volksbewegung schaffen, die dieses Kastensystem ein für
allemal zerschlägt.

Das liegt auch in unserem kollektiven Interesse. Denn die meisten schwarzen
Wissenschaftler, Intellektuellen, Akademiker und, politischen Eliten sind
nur eine Generation entfernt von den Ghettos ihrer Vergangenheit. Wen aber
wird angesichts des Zerfalls der US-Wirtschaft der Kahlschlag zuerst
treffen, wenn Sozialsystem und Staat weiter schrumpfen?

Auszüge aus einem Beitrag für die Konferenz »Prisonment of a Race« an der
Princeton University

Übersetzung: Jürgen Heiser

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Immer weniger Vollzeitjobs – aber Arbeitsstellenlose und Langzeit-Arbeitsstellen-lose sowie auch über 50 jährige müssen noch immer ihre Bewerbungsbemühungen bei den Jobcentern nachweisen und werden mit Sanktionen erzogen.

Immer weniger Vollzeitjobs

Saarbrücken. Die Zahl der unbefristeten Vollzeitstellen ist in Deutschland
einem Medienbericht zufolge seit dem Jahr 2002 deutlich gesunken. Der
Anteil sogenannter atypischer Beschäftigung habe seitdem hingegen
zugenommen, berichtete die Saarbrücker Zeitung am Freitag unter Berufung
auf Angaben der Bundesregierung zu einer Anfrage der Linksfraktion im
Bundestag. Demnach sank die Zahl unbefristeter
sozialversicherungspflichtiger Vollzeitstellen in den Jahren 2002 bis 2010
um etwa 465000. Ihr Anteil an allen Erwerbstätigen liegt damit aktuell bei
66 Prozent. Die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse sei nach
Regierungsangaben im Gegenzug um 43 Prozent angestiegen, schrieb die
Zeitung. Die Zahl sogenannter Minijobs stieg demnach seit dem Jahr 2002 um
mehr als ein Drittel an. (AFP/dapd/jW)

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Tiere erregen leichter unser Mitleid als bedürftige Menschen

Tiere erregen leichter unser Mitleid als bedürftige Menschen
Yahoo! Nachrichten – vor 1 Stunde 0 Minuten

E-Mail
Viele Menschen empfinden Mitleid eher gegenüber Tieren als gegenüber bedürftigen Mitmenschen. Selbst Autos rühren mitunter stärker unser Herz als Obdachlose oder Drogenabhängige, so das Ergebnis einer aktuellen Studie in den USA.

Tiere erregen leichter unser Mitleid als bedürftige Menschen (Bild: thinkstock)
Ein Kätzchen liegt verletzt am Straßenrand. Keine fünf Meter davon entfernt sitzt ein Obdachloser, der mit einem Schild um Almosen bittet. Wem eilt man eher zu Hilfe?

Laut einer Studie der Duke University in North Carolina und der Princeton University in New Jersey würde wahrscheinlich der Mensch den Kürzeren ziehen. Die Erkenntnisse zeigten auf, wie leichtfertig wir diejenigen, die unserer Meinung nach sozial unter uns stehen, entmenschlichen. Dabei sei es sogar möglich, dass wir komplett vergessen, dass unsere Mitmenschen auch Gefühle haben, so die britische Tageszeitung „Daily Mail“.

Der Grund: Findet eine Mensch einen anderen abstoßend, kann er einen Teil seines Gehirns, der eine Schlüsselrolle bei sozialen Interaktionen spielt, ausklinken. Daher bringen wir Tieren oder gar Autos bisweilen eher Empathie entgegen, der Augenkontakt mit Obdachlosen dagegen wird vermieden, so die im Fachmagazin „Journal of Psychology“ veröffentlichen Ergebnisse der Studie.

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Für die Studie legten Wissenschaftler 100 Studenten Bilder verschiedener Personen vor, um ihre Reaktionen festzuhalten. Die Aufnahme eines Feuerwehrmanns etwa machte die Teilnehmer stolz, die einer behinderten Frau erfüllte sie mit Mitleid. Bei Bildern von Obdachlosen oder Drogenabhängigen dagegen empfanden sie Abscheu.

Daraufhin sollten sich die Probanden einen Tag im Leben der abgebildeten Person vorstellen, bevor sie sich einer Kernspintomografie unterzogen und ihnen die Aufnahmen erneut gezeigt wurden. Der Bereich im Gehirn, der für die soziale Interaktion eine Rolle spielt, reagierte nach wie vor nicht auf Bilder von als lästig empfundenen Personen wie Obdach- oder Mittellosen, Drogenabhängigen oder Immigranten.

„Bei einer Begegnung mit Menschen ziehen wir gewöhnlich Rückschlüsse auf ihr Gemüt“, zitiert die „Daily Mail“ Studienautor Professor Lasana Harris. Manchmal aber sei das nicht der Fall. Dann bestehe die Möglichkeit, die Person nicht vollständig als Mensch wahrzunehmen. „Dieses Resultat bezeichnen wir als ‚entmenschlichte Wahrnehmung‘“, so Harris weiter. „Ein Mangel an Empathie gegenüber anderen kann vielleicht auch erklären, warum einzelne Mitglieder der Gesellschaft manchmal entmenschlicht werden.“

Die Ergebnisse der Studie beschreibt Harris als „komplexes Phänomen“, das künftig weiterer Forschung bedürfe.

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Das ist die christliche Kirche – immer neue Offenbarungen

Zehntausende Missbrauchsfälle in niederländischer Kirche
Kommission untersuchte Zeitraum von 1945 bis 2010

AFP – vor 1 Stunde 30 Minuten

In den Niederlanden sind in Einrichtungen der katholischen Kirche laut einer unabhängigen …
In den Niederlanden hat eine Untersuchungskommission zehntausende Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche aus den vergangenen sechs Jahrzehnten ans Licht gebracht. „Mehrere zehntausend Minderjährige“ seien zwischen 1945 und 2010 in katholischen Einrichtungen missbraucht worden, teilte die Kommission mit. Sie warf der Kirche vor, lange Zeit die Augen vor der Gewalt verschlossen zu haben.
Die Kinder seien „leichtem, schwerem und sehr schwerem“ Missbrauch ausgesetzt gewesen, hieß es im Abschlussbericht der Kommission, die gut ein Jahr lang Missbrauchsvorwürfen in der katholischen Kirche in den Niederlanden nachging. Auf Grundlage von Personenbeschreibungen seien 800 Täter identifiziert worden. Von ihnen seien mindestens 105 noch am Leben. Einige stünden weiterhin im Dienst der Kirche, erklärte die Kommission.
„Die Problematik des sexuellen Missbrauchs war innerhalb der Orden und Bistümer der niederländischen katholischen Kirche bekannt, aber es wurden keine adäquaten Schritte unternommen“, kritisierte die Kommission. Das jahrelange Schweigen der Geistlichen sei aber mit dem bis in die 1960er Jahre währenden Tabu der Sexualität in der Öffentlichkeit sowie einer Kultur der „Verschlossenheit“ innerhalb der katholischen Kirche zu begründen.
Das Zölibat von Priestern stuften die Kommissionsmitglieder nicht als „entscheidenden“ Faktor für einen Missbrauch ein. Es stelle jedoch „ein Risiko“ dar.
Die niederländische Bischofskonferenz entschuldigte sich in einer Erklärung für die Übergriffe. „Diese Episode erfüllt uns mit Scham und Bedauern.“ Die Details des Untersuchungsberichts seien „schockierend“.
Die katholische Kirche ist in den vergangenen Jahren weltweit durch zahlreiche Missbrauchsskandale erschüttert worden, auch in Deutschland. In den Niederlanden hatten die dortige Bischofskonferenz sowie die Konferenz der religiösen Einrichtungen des Landes im März 2010 eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe versprochen. Die Leitung übernahm der frühere Bildungsminister Wim Deetman, der einst auch als Richter tätig war und zugleich Psychologe ist.

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Nehmen Sie die PsychoPille, dann merken Sie nicht, dass Sie ausgebeutet, schikaniert und ermordet werden

Und genau hier liegt die Auflösung es Rätsels:

Als ich mich telefonisch bei den Mitarbeiter des Sozialen Dienstes des Wartburgkreis darüber beschwerte, dass diese lügen und der psychiatrischen Klinik zu gefallen den Unterbringungsbeschluß verlängerten und dass sie damit die Folter und Misshandlungen meines Sohnes forcieren – bekam ich zur Antwort: „Wenn ich nicht ertragen könne, dass mein Sohn gefesselt und medikamentiert werden würde, dann solle ich doch Psychopharmaka nehmen, dann merke ich das nicht . . . es gibt doch so wunderbare Pillen !“

Und das tun alle freiwilligen Psychiatrie-Patienten – sie nehmen die Psycho-Pillen, damit sie nicht merken, dass sie misshandelt, geschändet, missachtet, ausgebeutet und benutzt werden !

Aber warum gehen sie den passiven Weg in die Sackgasse und erklären sich selbst für bekloppt und gehen nicht den aktiven Weg heraus aus der Missäre ?

Ich will nicht mehr ! Ich gehe ! das ist die Antwort !

Ich will diese Regierung nicht mehr !
Wir, das Volk erklären, dass Merkel und Co nicht unsere Regierung ist und dass wir, das Volk uns ihren Anordnungen und Entscheidungen nicht beugen und sie nicht ratifizieren !
Wir, das Volk lassen uns nicht mehr belügen und betrügen !
Wir das Volk regieren uns selbst mit Volksentscheiden !
Wir das Volk sind mündig und volljährig !
Wir das Volk brauchen keine unmündigen und unfähigen Vertreter !
Wir, das Volk wählen uns selbst.
Wir, das Volk bestimmen, was mit unseren Steuergeldern zu geschehen hat;
Wir, das Volk bestimmen, für was unsere Sozialbeiträge ausgegeben werden !
Wir, das Volk bestimmen, wer und wie wir medizinisch behandelt werden wollen !
Wir, das Volk bestimmen, wie unsere Kinder ausgebildet werden und zu was !
Wir, das Volk bestimmen, wo und wie unsere Alten leben und versorgt werden !

Wir sind das Volk !

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Demokratie in einem Deutschland, ohne Staat

Demokratie ist im Ansatz schon unrecht.
Wie kann mich jemand vertreten, der mich gar nicht kennt?
wie kann mich jemand vertreten, der mich nicht nach meiner Meinung fragt ?
Wie kann ich jemand als mein Vertreter wählen, den ich nur als lächelndes Poster kenne ?
Wie kann ich jemand als meinen Vertreter wählen, der von meiner Lebensweise nicht mal ansatzweise eine Ahnung hat ?
z.B.Es gibt keinen Abgeordneten/Volksvertreter in ganz Deutschland, der arbeits-stellen-los ist – obwohl 12 Millionen Menschen Langzeitarbeits-stellen-los sind und 3 Millionen von der Arbeitslosenversicherung leben ?

Nun – ich bin alt genug und auch erfahren genug, um mich selbst vertreten zu können – ich brauche weder einen Papa noch eine Mama und auch keinen Ersatz dafür.
Ich schaffe es sogar für meine Fehler und Fehlentscheidungen einzustehen und brauche auch dafür keine Politiker, die ich beschimpfen kann.

Aber ich will durch eine Vertretung auch nicht ent-mündigt werden ! Ich habe etwas zu sagen und sage das auch.

Ich will nicht vertreten und auch nicht getreten werden !
Ich will keine Demokratie !
Ich will klar und ehrlich informiert werden !
Ich will einen Volksentscheid in allen wichtigen Fragen, die mein Leben tangieren !

Volksvertreter vertreten das Volk genauso, wie Zitronenfalter die Zitronen falten.

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Menschenrechts-Tribunal verurteilt die sechs größten Pestizidhersteller

Menschenrechts-Tribunal verurteilt die sechs größten Pestizidhersteller
Posted: 14 Dec 2011 10:33 AM PST
Newsletter Coordination gegen BAYER-Gefahren, vom 14.12.2011

BASF, Bayer, Dow, Monsanto, DuPont und Syngenta zerstören die Umwelt und vergiften die Menschen mit ihren Pestiziden. Deshalb werden sie vom Menschenrechts-Tribunal verurteilt!
In der vergangenen Woche fand im indischen Bangalore das Permanent Peoples´ Tribunal (PPT) zu Vergiftungen durch Pestizide statt. Mehr als 200 Betroffene und Umweltschützer aus aller Welt präsentierten dem Tribunal Fälle von Umweltzerstörung und schwersten Gesundheitsschäden. Das PPT begann am 27. Jahrestag der Bhopal-Katastrophe, die durch eine Explosion in einer Pestizidfabrik des Konzerns Union Carbide (heute Dow Chemicals) verursacht wurde.
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren war zu den 4-tägigen Anhörungen eingeladen worden, um den Fall der weltweiten Bienensterben durch sogenannte Neonicotinoide zu dokumentieren. Der BAYER-Konzern ist Weltmarktführer für diese Art von Insektiziden, die in vielen Ländern wegen Risiken für Bienen nicht mehr frei verkauft werden dürfen – so auch in Deutschland, wo im Jahr 2008 ein flächendeckendes Bienensterben durch den Einsatz des BAYER-Pestizids Clothianidin verursacht wurde.
Die Jury verurteilte in ihrer Abschlusserklärung die sechs Konzerne, die den Weltmarkt für Pestizide und Saatgut dominieren, wegen schwerster Umwelt- und Gesundheitsschäden. Anbei finden Sie hierzu zwei aktuelle Artikel sowie Fotos vom Tribunal. Weitere Artikel indischer und britischer Zeitungen sowie Hintergrundinformationen unter: http://www.cbgnetwork.org/4162.html

M.N. Venkatachaliah, der ehemalige Chief Justice of India, eröffnete das Tribunal

die Mutter von Silvino Talavera, der im Alter von elf Jahren nach einer Vergiftung durch das Monsanto-Herbizid Glyphosat verstarb, spricht zu den Mitgliedern des Tribunals

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren zu den Risiken von Pestiziden für Bienen und Wildinsekten

Sarojeni Rengam, Vorsitzende des Pestizid Aktions-Netzwerks in Asien, stellt die behandelten Fälle vor

Chemieriesen auf der Anklagebank

Die weltweit größten sechs Agrarchemie-Konzerne verletzen Menschenrechte. Das ergab jetzt ein Urteilsspruch des Permanent People’s Tribunal. Auch der Internationale Währungsfond, die Weltbank und die Welthandelsorganisation machten sich durch ihre Politik mitschuldig.
Greenpeace Magazin,13. Dezember – Monsanto, Syngenta, Bayer, Dow Chemical, DuPont und BASF verstoßen schwerwiegend, weitreichend und systematisch gegen Menschenrechte. Die Anklagepunkte betreffen die Verletzung von Gesundheit und Leben der Betroffenen, sowie die Missachtung der Rechte von Frauen, Kindern und indigenen Völkern.
Die 274 Seiten umfassende Anklageschrift wurde im Namen der Opfer aus Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und Nordamerika durch das internationale Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) eingereicht. Es will den Opfern eine Stimme geben, die alleine machtlos gegen die Chemieriesen sind. Das Permanent People’s Tribunal verhandelte darüber an vier Tagen, bevor es seinen Urteilsspruch verkündete. Das internationale und unabhängige Tribunal ist mit 10 Richtern und 50 Experten aus aller Welt besetzt. Die Beschlüsse werden dem Generalsekretär der Vereinten Nationen sowie nationalen und internationalen Institutionen vorgelegt.
Die Heimatländer der verurteilten multinationalen Konzerne sind neben Deutschland die Schweiz und die USA. Sie wurden von der Jury kritisiert, die Menschenrechte nicht zu fördern und zu schützen. Der Internationale Währungsfond und die Weltbank haben der Jury zufolge im Rahmen ihrer Vergabepraxis die Einhaltung der Menschenrechte nicht ausreichend berücksichtigt. Die Welthandelsorganisation wurde schuldig gesprochen, eine unausgewogene Politik zu betreiben, indem sie das Recht auf geistiges Eigentum der Konzerne stärker betone als den Schutz vor Langzeitgefahren, die die Unternehmen selbst verursachen.

Giftmischer-Multis vor Gericht

Basso-Tribunal im indischen Bangalore prangert katastrophale Folgen des Pestizid-Einsatzes an
Im indischen Bangalore hat das »Permanente Tribunal der Völker« am 6. Dezember die Multis der Agrochemie verurteilt: Ihre Produktion von Umweltgiften gefährde die Gesundheit, die Biodiversität, das Wasser, die Luft, die Böden. Die Produktion von Pestiziden müsse sofort gestoppt werden.
Neues Deutschland, 14. Dezember – Es ist eine schockierende Warnung, die der britische Imker Graham White im indischen Bangalore aussprach: Wenn wir es zulassen, dass die Weltmarktführer der Pestizidproduktion, nämlich Monsanto, Dow und DuPont aus den USA, Syngenta aus der Schweiz oder Bayer und BASF aus Deutschland wie bisher ihre Giftbrühe auf den Feldern versprühen, ist das große Bienensterben unvermeidlich.
Die etwa 300 Aktivisten aus dem »Pesticide Action Network International« werden von Whites Warnung nicht gänzlich überrascht gewesen sein. Sie wussten bereits, dass auch nützliche Insekten von den chemischen Keulen der Multis vernichtet werden. Die Blüten von Wildpflanzen, von Apfelbäumen und Tomatenstauden, von Bohnen und Mais werden nicht mehr bestäubt. Die Ernteerträge gehen zurück, die Nahrung wird knapp, die Hungerkrisen nehmen zu.
Der massive Pestizideinsatz reduziert die Biodiversität und verändert die Evolution des Lebens. Dass es nicht zum Besseren gereicht, ist ziemlich sicher. Auch die soziale Vielfalt auf dem Lande leidet. Die in Großplantagen mit viel Maschinerie betriebenen Monokulturen brauchen das in Jahrhunderten erworbene und von Generation zu Generation weitergegebene Wissen der Bauern nicht mehr. Über die Vielfalt der Agrikultur dominiert die Einfalt der Agromonokultur.
Die Folgen des Pestizideinsatzes in der Welt, für den zu 70 Prozent die sechs genannten transnationalen Konzerne verantwortlich sind, waren das Thema auf einem »Meinungstribunal« der Lelio Basso Stiftung aus Rom. Diese ist wegen der jahrzehntelangen Organisation des »Permanenten Tribunals der Völker« vom »Pestizid Action Network International« angerufen worden, weil Appelle an die Konzerne oder Demonstrationen gegen sie und die Einschaltung der Regierungen gegen den ungehemmten Pestizideinsatz auf dem Lande nicht viel gebracht haben.
Vorherrschend ist unter den politisch Verantwortlichen, in der Wissenschaft und in den Medien die Vorstellung, dass mit hohem Pestizid- und massivem Maschineneinsatz zusammen mit hohen Düngerzugaben die Ernteerträge gesteigert werden könnten, zumal wenn das gentechnisch modifizierte Saatgut, über das die Multis das Monopol besitzen, verwendet wird. Da haben es diejenigen schwer, die die Gefahren der industrialisierten Landwirtschaft für die Ernährung, für die Gesundheit der Landbevölkerung und der Konsumenten der Chemieprodukte oder für die Biodiversität schon erfahren haben und der inzwischen Jahrzehnte währenden Propaganda der »Grünen Revolution« auf dem Lande misstrauen.
Der Biologe Tyron Hayes von der Universität Berkeley beschrieb den politischen und sozialen Druck der Pestizidmultis, der auf diejenigen ausgeübt wird, die ihren schnellen Geschäften mit den Agrargiften im Wege stehen. Er schilderte dem Tribunal in Bangalore seine Forschungsergebnisse über die Wirkungen des Pestizids Atrazin von Syngenta. Dieses verhindert die Bildung des männlichen Hormons Testosteron. Männliche Frösche produzieren nur noch wenig Sperma und bilden stattdessen weibliche Geschlechtsmerkmale aus und werden unfruchtbar. Was Fröschen, anderen Amphibien und Vögeln passiert, kann auch Menschen geschehen. Für diese Warnung wurde Tyron Hayes in den USA gemobbt und fast hätte er seine Stellung an der Universität in Berkeley verloren. Sich mit den Multis anzulegen, ist gefährlich.
Es ist sogar lebensgefährlich für die Bauern dort, wo die Pestizide in den großen Monokulturen von Raps und Zuckerrüben, von Zuckerrohr und Palmen, von Mais und vor allem von Soja ausgebracht werden. Das musste Petrona Villasboa aus Paraguay erfahren. Ihr Sohn Silvino wurde, als er mit dem Fahrrad durch eine Soja-Plantage fuhr, mit Glyphosat von Monsanto, einem der giftigsten Pestizide, besprüht. Er starb an dem Gift wie sich vor Gericht herausstellte, obwohl im Krankenhaus Herzversagen als Ursache angegeben wurde. Obwohl die Verantwortlichen verurteilt wurden, haben sie die Strafe niemals antreten müssen. Mit Bitterkeit wurde dies von der Mutter von Silvino in Bangalore vermerkt.
Doch die Straflosigkeit der Verantwortlichen für Umweltverbrechen und Gesundheitsschäden ist ganz normal, wie auch aus Indien berichtet wurde. Das Insektizid Endosulfan, das von Bayer auf den Markt gebracht wird, ist verantwortlich für ein Desaster der öffentlichen Gesundheit, berichtete der für die Betreuung der Endosulfan-Opfer im indischen Bundesstaat Kerala Verantwortliche. Durch das Pestizid werden die Nervenzellen angegriffen, Hirnfunktionen werden lahmgelegt. Es beeinflusst die Fruchtbarkeit und es ist krebserregend. Trotzdem wird es auch in Indien auf dem Lande verwendet.
Aber selbst dort, wo Pestizide wie Endosulfan gar nicht ausgebracht werden können, leiden die Menschen unter den Langlebigen Organischen Schadstoffen (POPs). Einmal in den Naturkreisläufen bleiben die Pestizide darin und sie migrieren – von Meeresströmungen getragen bis in den hohen Norden des Planeten Erde, wo es eine Landwirtschaft gar nicht mehr gibt. Vor dem Tribunal bezeugte Vi Waghiyi, eine Yupik-Eskimo-Frau von der St. Lawrence Insel, in der Beringsee zwischen Alaska und der russischen Tschuktschen-Halbinsel gelegen, wie sehr auch ihre Nahrung, nämlich Fische und Robben bereits vergiftet sind, so dass sie sich nicht mehr auf ihre traditionelle Weise ernähren können und auf Lieferungen aus den USA angewiesen sind. Die sind teuer und passen nicht zu der jahrhundertealten Kultur der Eskimos.
Drei Tage nahmen die Sitzungen des Tribunals mit einer international zusammengesetzten Jury in Anspruch. Die fast 400-seitige Anklageschrift listet weltwirtschaftliche Zusammenhänge und die Folgen der Pestizide weltweit akribisch auf. Die Weltgesundheitsorganisation hat schon 2004 angegeben, dass fast 5 Millionen Menschen an Chemiegiften gestorben sind. Das Urteil der Jury verlangt ein sofortiges Ende der Pestizidproduktion der sechs angeklagten Multis.
Ob das Verbot befolgt wird, ist unsicher. Denn das Tribunal ist »nur« ein Meinungstribunal und kann, wie der Jury-Vorsitzende, der Inder Upendra Baxi hervorhob, nicht für die Vollstreckung eines Urteils garantieren, zumal die Regierungen der Länder mitverantwortlich sind, wo die Multis ihren Sitz haben. Die Regeln der globalen Agrarmärkte müssten geändert werden, damit nicht, so sagt es Vandana Shiva, Indien in Pestiziden ertrinkt. Das ist nicht nur dort so. Denn die Agrochemie-Multis sind nicht wählerisch. Die Regeln des Freihandels ermöglichen es, dass sie ihre tödlichen Cocktails überall dort verkaufen können, wo die notwendige Kaufkraft entsprechende Profite verspricht.

Doch nun können sich soziale Bewegungen, wenn sie ihren Kampf gegen Gentechnik und Pestizide und für Ernährungssouveränität fortsetzen, auf das Urteil und das vom Tribunal gesammelte belastende Material berufen.
Von Elmar Altvater, Bangalore
Unser Autor ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft und nahm als Jury-Mitglied am Basso-Tribunal teil

weitere Informationen:
zum PPT: http://www.agricorporateaccountability.net/en/page/ppt/2
Bienensterben durch BAYER-Pestizide: http://www.cbgnetwork.org/2556.html
Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)
eMail CBGnetwork@aol.com
Internet http://www.CBGnetwork.org
Twitter: twitter.com/BayerGefahren
Facebook http://www.facebook.com/pages/Coordination-gegen-BAYER-Gefahren-CBG/127538777294665
Tel 0211-333 911, Fax 0211-333 940

Beirat
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler, Frankfurt/M.
Prof. Jürgen Junginger, Designer (i.R.), Krefeld
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Dr. Janis Schmelzer, Historiker, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln
KonzernKritik vor dem Aus!
Die Coordination gegen BAYER-Gefahren ist ein internationales Selbsthilfe-Netzwerk. Wir sind in einzigartiger Weise seit 1978 aktiv gegen KonzernMacht. Dabei arbeiten wir weitgehend ehrenamtlich und erhalten keinerlei offizielle Förderung. Wir sind auf Spenden und Förderbeiträge angewiesen.
Derzeit kämpfen wir um unsere Existenz. Um trotz Finanzkrise und sinkender Realeinkommen zu überstehen, brauchen wir 350 neue Fördermitglieder.* Und natürlich auch Spenden.
Bitte werden auch Sie Fördermitglied. Und / oder helfen Sie mit einer Spende. Danke.
* Wenn Sie schon reagiert haben, dann bedanken wir uns ganz herzlich. Seit März sind bereits 180 neue Mitglieder zu uns gestoßen und viele haben ihre Beiträge erhöht. Doch noch reicht es nicht und wir müssen weiterhin um Hilfe bitten.
Stärken Sie uns den Rücken, werden Sie online Fördermitglied.
Oder spenden Sie online
Überweisen Sie bitte auf
Konto 8016 533 000
bei der GLS-Bank, BLZ 430 609 67
Empfänger: Coordination geg. Bayer Gefahren
BIC/SWIFT Code (Bank Identifier Code): GENODEM1GLS
IBAN (International Bank Account Number): DE88 4306 0967 8016 5330 00

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Erziehung: Das Erziehen endlich sein lassen?
Posted: 14 Dec 2011 09:34 AM PST

Eltern sein ist schwer. Sollten wir uns nicht besser von der Idee verabschieden, unsere Kinder erziehen zu müssen und stattdessen eine wirkliche Beziehung mit ihnen eingehen?
Erziehen – da steckt das ziehen schon mit drin, und die Anstrengung auch. Und dann noch wie? Eltern sein ist nicht leicht dieser Tage, Erziehungswissenschaftler und -berater könnten sich in ihren Ratschlägen kaum grundlegender widersprechen.
Eltern sind einer Fülle von verschiedenen Erziehungskonzepten ausgesetzt, die jeweils suggerieren, das jeweils andere sei für das Kind ganz schrecklich falsch. Das Geschäft mit Erziehungsratgebern boomt und im Fernsehen sehen sich Millionen von verunsicherten Eltern Sendungen wie “Die Super-Nanny” an – man ahnt die Ausmaße der Verwirrung. Da sehnen sich wohl manche in vergangene Zeiten zurück, als “man” noch wusste, wie man Kinder erzieht.
Woran sich orientieren? Die Angst vieler Eltern, etwas “falsch zu machen”, dem Kind womöglich schweren psychischen Schaden zuzufügen, wird umso größer, je weniger Konsens es darüber gibt, was falsch und richtig ist.
Inmitten dieses Chaos stolpert man beinahe über die Stimme von Jesper Juul. Der nämlich meint, wir sollten das Erziehen doch einfach ganz sein lassen. Und er meint das nicht im Sinne von “einfach machen lassen (laissez-faire)”, sondern in dem Sinn, dass die Idee des Erziehens an sich eine irreführende ist.
Weiterlesen auf sein.de
Bücher von Jesper Juul:

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eine energetisch-spirituelle Heilkunst

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Cantor Holistic Touch – eine energetisch-spirituelle Heilkunst
Menschenrechts-Tribunal verurteilt die sechs größten Pestizidhersteller
Erziehung: Das Erziehen endlich sein lassen?
Cantor Holistic Touch – eine energetisch-spirituelle Heilkunst
Posted: 14 Dec 2011 03:22 PM PST

Cantor Holistic Touch® ist eine Heilmethode, die in alle Bereiche des Lebens heilsam wirkt – auf den physischen Körper bis auf die Zellebene, wie auch auf die feinstofflichen Bereiche.
In der ganzheitlichen Medizin weiß man, dass in einem kranken Körper auch ein kranker Geist innewohnt und dass hinter jeder Krankheit eine geistig-seelische Ursache liegt, die es zu heilen gilt. Heilmethoden, die nur die körperlichen Symptome behandeln, können längerfristig nicht erfolgreich sein.
Die Schulmedizin nahm bisher an, dass jeder Mensch auf Gedeih und Verderb seinem vererbten Genmaterial unterworfen sei. Die Epigenetik (siehe Bruce Lipton) konnte jedoch inzwischen beweißen, dass dem überhaupt nicht so ist! Unsere Gene unterliegen ständigen Veränderungen und werden nicht nur durch äußere Umwelteinflüsse geprägt, sondern insbesondere auch durch unsere Gedanken und Gefühle, sowie unseren unbewussten Überzeugungen.
Christine Strübin:
Heilung geschieht nie auf der physischen Ebene. Denn diese zeigt immer nur die Wirkung einer psychischen Ursache auf. Deshalb können Medikamente nicht heilen, sondern nur verdrängen und blockieren.Wer heilen möchte, muss sich auf die geistig-seelischen Ebenen des Menschen begeben, und ihm behilflich sein, seine inneren Schmerzen und sein Selbst zu heilen!
Auf dem physischen Körper existiert ein sogenanntes Netz von energetischen TOR-Punkten (ähnlich den Akkupunkturpunkten). Diese sind je nach Lage mit den verschiedensten Themenbereichen der menschlichen Psyche verbunden. Im “CHT” werden diese Tore genutzt, um auf sämtliche Blockierungen, Traumata und negative Strukturen des Menschen heilsam einzuwirken.
In einer Behandlung werden die entsprechenden TOR-Punkte analog zum Thema des Behandelten aktivert bzw. gereinigt, die blockierenden Aspekte und Erfahrungen gelöst, das Bewusstsein erhöht und die gestaute Lebensenergie wieder in Fluss gebracht. So können in einer Behandlung folgende Themen heilsam begleitet werden:
Störungen des Energieflusses im Organ- und Zellsystem
Psychische Störungen und negative Zustände
Emotionale Probleme und Störungen
Mentale Blockierungen und Zwänge
Den Energiefluss anregen und verbessern
Ihre versteckten Fähigkeiten aktivieren
Ihre Chakren und Feinstoffkörper harmonisieren
Ihre spirituelle Entwicklung beschleunigen

Dokumentation

Wir leben in einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen ihrer wahren Möglichkeiten, aber auch ihrer inneren Blockaden bewusst werden. Die hindern uns daran, unsere Möglichkeiten auch wirklich zu leben. So entsteht in immer mehr Menschen der Wunsch, diese Blockaden endlich zu lösen.
Die Dokumentation stellt mit Cantor Holistic Touch eine energetisch-spirituelle Heilkunst vor, die über eine außergewöhnlich tiefe Wirksamkeit verfügt.
Mehr Infos unter: http://www.cantorholistictouch.de

Videolink: http://youtu.be/kW3Ga4d0DD4

Biographisches Interview mit Christine Strübin

Christine Strübin ist seit 1984 hellsichtiges Medium und Heilerin. Sie bietet eine Reihe sehr kraftvoller und hilfreicher Seminare und Ausbildungen an. Die am häufigsten gebuchten sind Seminare, wo Teilnehmer in die Technik des Channelings eingeführt werden und Ausbildungen in der energetisch-spirituellen Heilkunst Cantor Holistic Touch.
In diesem Interview stellt Christine ihre Philosophie und die Schwerpunkte ihrer Arbeit vor.

Videolink: http://youtu.be/y2seSM0r0BM

Videos von Michael Leitner – LichtFilm.net

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Beobachter

PSYCHIATRIE
Ein Tod und tausend Fragen
Text:
Ueli Zindel
Bild:
Béatrice Devènes
Ausgabe:20/05
Eine 21-jährige, körperlich gesunde Frau wird in die Psychiatrie eingewiesen. Drei Wochen später ist sie tot. Ihr Vater will Antworten – und weiss nach fünf Jahren noch immer nicht, woran seine Tochter gestorben ist.

(Bild: Béatrice Devènes)
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«Patient hat keine Wahninhalte. Äussert aber die Befürchtung, dass man seiner Tochter zu viel Medis gegeben habe.» Kurt Kaufmanns Aufenthalt im Psychiatriezentrum Münsingen BE dauerte acht Tage. «Abnorme Trauerreaktion nach dem Tod der Tochter», steht in seinem Entlassungsbericht.

Seine Tochter Karin, 21 Jahre alt, war kurz vor Kaufmanns Einlieferung überraschend gestorben – als Patientin in einer anderen Psychiatrieklinik. Der Hinweis des Hausarztes, der Vater habe seine Tochter möglicherweise vergiftet, verstörte den Witwer massiv. Der Verdacht erwies sich später als haltlos.

Woran starb Karin Kaufmann? Körperlich gesund, war sie nach einer unglücklichen Liebe in die Berner Universitätsklinik Waldau eingeliefert worden. Drei Wochen später, am 4. April 2000, konnte nur noch «akutes Herzversagen» festgestellt werden. Der Obduktionsbericht nennt als Todesursache «natürliches inneres Geschehen». Haben die Betreuenden ihre Sorgfaltspflicht verletzt? Kurt Kaufmann fordert bis heute ein neutrales Gutachten zu dieser Frage.

Karin Kaufmann war ein Einzelkind. Eine Berufsausbildung hatte sie nicht begonnen. Nach dem Schulabschluss pflegte sie ihre nierenkranke Mutter. Als diese starb, besorgte sie den Haushalt des Vaters. «Sie ging eigentlich nie in den Ausgang», sagt Kurt Kaufmann.

Mit 21 verliebte sich die junge Frau das erste Mal. Es geschah mit grosser Heftigkeit – nur: Ihre Gefühle wurden nicht erwidert. «Als ihr dies der junge Mann zu erkennen gab, brach für sie eine Welt zusammen», sagt Kaufmann, «sie hörte nicht mehr auf zu schluchzen.» Am 15. März 2000 wurde sie am frühen Abend von ihrem Hausarzt in die Psychiatrische Klinik Waldau überwiesen.

«Affektiv unauffällig, leicht bedrückt wirkend. Gibt an, Stimmen zu hören», steht im ersten Befund. Körperlich werden keine Unauffälligkeiten festgestellt. Gegen Unruhe, Angst und Traurigkeit erhält sie zahlreiche Medikamente. Eintrag am 23. März: «Kann auf Nachfrage lächeln.» Eine Woche nach ihrem Eintritt folgt die Diagnose des Stationsarztes: «Katatones Zustandsbild.»

Karin wird immer schweigsamer

«Katatonie» nennt man den Zustand äusserer Starre, oft verbunden mit Muskelverspannungen. Karin Kaufmann bereitet es zusehends Mühe zu schlucken. Manchmal kippt sie im Sitzen zur Seite; sie kann sich kaum mehr aufrichten. Ihr Vater besucht sie täglich. «Manchmal schauten wir einfach fern. Sie wurde von Tag zu Tag schweigsamer.»

Der Pfleger meint, Herr Kaufmann brauche sich um Karin nicht zu sorgen, auch als der Vater ihn auf die Schwellungen an einem Bein und unter beiden Augen aufmerksam macht. Mehrmals bittet er um ein Gespräch mit einem Arzt. Das sei «leider grad nicht möglich», heisst es dann.

31. März. Karins Schlaf ist sehr unruhig. Um ihre Stürze abzufedern, wird neben ihr Bett eine Matratze gelegt. Die Dosierung starker Medikamente steigt. Ebenso ihr Puls: An einzelnen Tagen werden 120, 130, 134 Schläge pro Minute gemessen. Ein Internist wird nicht beigezogen.

3. April, 22 Uhr. Karin wird schlafend auf dem Boden liegend aufgefunden. Wenig später verlangt sie zu trinken. Um 3.15 Uhr notiert die Krankenschwester: «Leise schnarchend quer vor Bett auf dem Boden.» Dort findet sie die Schwester auch um 5.55 Uhr – nur reagiert Karin Kaufmann jetzt nicht mehr. Die Tagesärztin unternimmt Reanimationsversuche. Um 6.15 Uhr trifft die Sanitätspolizei ein. Eine halbe Stunde später wird der Tod festgestellt.

Kurt Kaufmann wird noch am selben Morgen von der Polizei abgeholt und über drei Stunden lang einvernommen. Der Hausarzt begründet seinen Hinweis auf eine mögliche Vergiftung: «Man muss ständig alle Möglichkeiten in Betracht ziehen.» Bei der Obduktion werden nicht die geringsten Anhaltspunkte für eine Vergiftung durch den Vater gefunden.

Zwei Monate nach Karins Tod begegnet der noch immer verstörte Kaufmann zufällig einer pensionierten Krankenschwester. Diese ist über den plötzlichen Tod sehr erstaunt. Sie ermuntert den Vater, von der «Waldau» Aufklärung zu verlangen. Kaufmann schreibt an die Aufsichtskommission: «Wie ist meine Tochter zu Tode gekommen? Was waren die Umstände? Antworten würden mir helfen, mein Leid besser verarbeiten zu können.»

Ein halbes Jahr nach Karins Tod kommt das erste Gespräch mit einem beteiligten Arzt zustande; für den Vater ist es «in keiner Weise erhellend». Er bittet ausdrücklich um Akteneinsicht. Zehn Monate nach Karins Tod: Der Klinikdirektor empfängt Kurt Kaufmann, der von der pensionierten Krankenschwester begleitet wird. Als diese ihn auf zahlreiche Widersprüche aufmerksam macht, weist der Direktor die Schwester «äusserst schroff» aus dem Büro, wie sich sowohl Kaufmann als auch die Betroffene erinnern.

Karins Akten werden Kaufmann erst auf anwaltschaftlichen Druck zugestellt – acht Monate nachdem er das erste Mal darum gebeten hatte. Die Dokumentation ist unvollständig. Der Vater entschliesst sich zu einer Strafanzeige gegen unbekannt: «Bei so viel Geheimniskrämerei» ist er jetzt überzeugt, dass das medizinische Personal seine Sorgfaltspflicht verletzt hat.

Das erste gerichtsmedizinische Gutachten – noch vor der Strafanzeige verfertigt – hatte sich auf die Frage konzentriert, ob der Vater als Täter in Frage komme. «Akutes Herzversagen, ausgelöst durch eine funktionelle Störung der Herzaktivität», lautete der Befund. Ein zweites Gutachten lässt das Gericht vom selben Mediziner verfassen; kaum erstaunlich, dass dieser Bericht dem ersten nicht widerspricht. Trotzdem ist sein Fazit nicht ohne Merkwürdigkeiten. Zwar seien die medizinischen Befunde «nicht immer schriftlich festgehalten» worden, heisst es; wenig später wird den Pflegeberichten hingegen Lückenlosigkeit attestiert. Lückenlosigkeit? Der letzte Eintrag eines Überwachungsblatts datiert vom 26. März. Die acht Tage vor Karins Tod bleiben ohne einen einzigen Vermerk.

Trotzdem lässt sich das Gericht von diesen Ausführungen überzeugen, das Verfahren wird eingestellt. Kaufmanns Rekurs wird nur teilweise gutgeheissen; an der Unabhängigkeit des Gutachters gebe es «keine objektiven Zweifel», eine intensive medizinische Überwachung von Karin Kaufmann habe sich nicht aufgedrängt.

Ein drittes Gutachten ist in Arbeit

Ohne auf den Tod in der «Waldau» eingehen zu wollen, äussert sich Philipp Eich, leitender Arzt der Psychiatrischen Universitätsklinik Basel, zum Krankheitsbild: «Katatonie trifft man heute eher selten. Die Assistenzärzte sind dabei in Diagnostik und Behandlung häufig überfordert. Eine regelmässige, intensive Beobachtung des körperlichen Geschehens erachte ich als selbstverständlich – Fiebermessen mit eingeschlossen.»

Die Sprecherin der «Waldau» erklärt, dass im Fall von Karin Kaufmann «alle dem wissenschaftlichen Stand entsprechenden Untersuchungen zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt worden» seien. Alle? Die Eintragungen zur Körpertemperatur fehlen in den letzten Tagen; die Schwellungen an ihren Beinen und unter ihren Augen wurden laut Krankenakte gar nie untersucht.

Ob Kurt Kaufmann je eine befriedigende Antwort auf die Frage nach der Todesursache erhalten wird? Mittlerweile wurde vom Gericht ein drittes Gutachten in Auftrag gegeben. Es wird, wie die ersten zwei, von demselben Experten verfasst.

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psychiatrische Kliniken kriegen zu wenig Geld – das könnte zur Verschlechterung der Versorgung der Patienten führen

Igelin: Ich bin der Auffassung, dass es schlechter gar nicht geht.
Aber sie kriegen immer noch nicht genug. . ..
VKD: Neues Finanzierungssystem für die stationäre Psychiatrie/ Psychosomatik muss nachgebessert werden
Dezember 5th, 2011 PR-Gateway

Referentenentwurf ist ein klarer Rückschritt

(NL/1383121576) Berlin, d. 5. Dezember 2011. Der Entwurf des Gesetzes für ein pauschalierendes Entgeltsystem in der stationären Psychiatrie und Psychosomatik lehnt sich in großen Teilen an das Fallpauschalengesetz für die somatischen Krankenhäuser an. Hier liegt aus Sicht des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) ein wesentlicher Grund für die absehbaren negativen Wirkungen. Zwischen beiden Bereichen gebe es grundsätzliche Unterschiede. Diese müssten in den Regelungen für die psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen zwingend berücksichtigt werden, fordert der VKD. “Fehler aus dem Krankenhausentgeltgesetz sollten nicht in die Bundespflegesatzverordnung übernommen werden, wie zum Beispiel der Hamsterradeffekt, der zu einem “floatenden” Basisentgeltwert nach unten führt. Die Leistungen der psychiatrischen Krankenhäuser und Abteilungen würden dadurch immer schlechter finanziert”, warnt VKD-Präsident Dr. Josef Düllings.

Positiv bewertet der Managerverband, dass der Referentenentwurf die Dauer der budgetneutralen Phase auf vier Jahre – von 2012 bis 2016 – festlegt. Das war vom VKD ähnlich bereits gefordert worden, um den Kliniken die Möglichkeit zu geben, sich auf die Scharfschaltung des neuen Systems gründlich vorbereiten zu können. Auch die vorgesehene fünfjährige Konvergenzphase werde die Sicherheit erhöhen, da die Kliniken zur Einführung des neuen Systems ihre Strukturen anpassen müssten. Es sei darüber hinaus mit weiteren Anpassungen zu rechnen, da auch eine Veränderung der OPS-Codes (OPS – Operationen und Prozeduren-Schlüssel) in der Psychiatrie bevorsteht.

“Insgesamt ist der Entwurf stark verbesserungsbedürftig” – so das Urteil des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD).

Die Effekte des geplanten Gesetzes zur Einführung von Entgeltpauschalen könnten zur Verschlechterung der Behandlungsqualität für psychiatrische Patienten führen, befürchten die Fachleute. “Gerade im Bereich der psychiatrischen Krankheiten müssen neue gesetzliche Regelungen mit viel Umsicht getroffen werden”, mahnt der Vorsitzende der Fachgruppe Psychiatrische Krankenhäuser des VKD, Holger Höhmann, Kaufmännischer Direktor und Vorstandsvorsitzender der LKVR-Klinik Langenfeld.

Die Fachgruppe hat in der Stellungnahme für das Bundesgesundheitsministerium auf die Schwachstellen des Referentenentwurfs detailliert hingewiesen und entsprechende Änderungsvorschläge gemacht.

So provozierten die geplanten Regelungen eine kürzere Krankenhaus-Verweildauer der Patienten. In der Psychiatrie/Psychosomatik führe dies tendenziell aber eher zu einer schlechteren Behandlungsqualität. Die Folge sei, dass Patienten in kurzen Abständen erneut eingewiesen werden müssten. “Diese erhöhte Wiederaufnahmequote lässt insgesamt die Patientenzahlen ansteigen – was den Kliniken dann aber nicht mehr in voller Höhe bezahlt wird. Der Gesetzentwurf sieht für die Jahre 2017 bis 2021 eine Finanzierung von Mehrleistungen nur zwischen
25,6 Prozent und 50 Prozent vor. Ein Teufelskreis für uns”, so Höhmann. “Angesichts der Personalkosten von im Schnitt 80 Prozent in der Psychiatrie/Psychosomatik greift das erheblich zu kurz. Zumindest in Höhe des Personalkostenanteils sollten daher die Mehrleistungen auf Klinikebene refinanziert werden.”

Die Fachexperten aus den psychiatrischen Einrichtungen weisen überdies darauf hin, dass eine Reihe von finanziellen Ausgleichen, die den somatischen Krankenhäusern bei Einführung des Fallpauschalensystems vor einigen Jahren gewährt wurden, den psychiatrischen/psychosomatischen Einrichtungen verwehrt bleiben sollen. Dazu gehört z.B., dass für Häuser, die optional bereits 2013 in das neue System einsteigen, ein Mindererlösausgleich von nur 75 Prozent festgeschrieben werden soll. Bei den Akutkrankenhäusern waren es 95 Prozent. Dadurch wurden die Auswirkungen von Fehleinschätzungen minimiert. Diese Lösung sollte auch für die psychiatrischen Kliniken übernommen werden. Bei den Mehrerlösen erscheint eine Anpassung der Psychiatrie an die Regelungen für die somatischen Krankenhäuser in Höhe von in diesem Fall 65 Prozent ebenfalls gerechtfertigt.

Völlig ungeeignet für Patienten in der Psychiatrie sei der geplante Katalog von Verweildauergrenzen, der von den Vertragsparteien zu erarbeiten ist. Entsprechend diesem Katalog soll es zu Zu- und Abschlägen kommen. Damit würden u.a. Spezialangebote, wie etwa Depressionsstationen, in Frage gestellt. Diese sicherten mit ihrem dichten therapeutischen Angebot eine besondere Nachhaltigkeit der Behandlungsergebnisse, seien nicht selten jedoch Bereiche mit einer verlängerten Verweildauer.

“Zu befürchten ist aber auch, dass sich hinter der oben genannten Regelung der Einstieg zur Vereinbarung von erkrankungsspezifischen Fallpauschalen verbirgt. Das lehnen wir ab”, bekräftige Holger Höhmann. Grundsätzlich müsse die Verweildauer in der Psychiatrie immer für den jeweiligen individuellen Fall entschieden werden und dürfe daher auch niemals ein die Qualität beurteilendes Instrument sein.

Eine Verschlechterung des gegenwärtigen Zustands stellt aus Sicht des VKD die Regelung dar, dass der Landes-Basisentgeltwert künftig jährlich maximal um die Budget-Veränderungsrate und die BAT-Berichtigungsrate steigen darf. Bisher können dagegen auch die Auswirkungen der Personalverordnung der Psychiatrie, die Erhöhung der Fallzahlen bzw. die Änderung der medizinischen Leistungsstruktur sowie krankenhausplanerische Tatbestände bei Budgetverhandlungen berücksichtigt werden. Das neue Gesetz verschlechtert hier die Lage der Kliniken. Im Bereich der somatischen Krankenhäuser kann der Landes-Basisfallwert über die Veränderungsrate steigen, wenn die Summe der Bewertungsrelationen sinkt. Das fehlt im Gesetzentwurf für die Psychiatrie/Psychosomatik ebenfalls.

Ausdrücklich begrüßt wird aber die vorgesehene neue Möglichkeit, Modellvorhaben mit Krankenkassen sowohl kassenübergreifend als auch kassenindividuell, zu vereinbaren. Damit könnten sehr flexibel neue Versorgungformen entwickelt werden.

Ebenfalls positiv bewertet der Verband, dass künftig im Bereich der Psychosomatik Institutsambulanzen (PIA) betrieben werden können, Allerdings sei dabei der Aufbau von Doppelvorhaltungen zu vermeiden. Dazu gehöre die Entwicklung klarer Abgrenzungskriterien zu den psychiatrischen Institutsambulanzen.

Der ursprüngliche Anstoß der Fachverbände für die neue Vergütungssystematik waren anpassungsbedürftige Regelungen in der Psychiatrie-Personalverordnung. Der jetzt vorliegende Referentenentwurf für das neue Entgeltsystem ist allerdings dem gegenüber ein klarer Rückschritt, der nicht hilfreich ist und auch Patienteninteressen nur unzulänglich berücksichtigt, lautet das Urteil der Fachgruppe Psychiatrische Krankenhäuser des VKD.

Die Stellungnahme im Wortlaut unter http://www.vkd-online.de.

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD) vertritt 2.800 Manager in Gesundheitseinrichtungen in Deutschland.
http://www.vkd-online.de
Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.
Universitätsklinikum Aachen
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